Großeinsatz der Feuerwehren in Heubach

Wohnhaus niedergebrannt

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Bei einem Wohnhausbrand in Heubach wurde am Samstagmorgen das Gebäude fast völlig zerstört. Der Dachstuhl stürzte noch während der Löscharbeiten ein. Von den Bewohnern wurde niemand verletzt.

Heubach - Ein Raub der Flammen wurde am Samstag ein Wohnhaus in Heubach. Die Bewohner erlitten keinen Schaden, sie hatten das Haus rechtzeitig verlassen. Die Brandursache ist noch unklar. Von Ulrike Bernauer

Die Sirene der Feuerwehr riss die Bewohner von Heubach am frühen Samstagmorgen aus dem Schlaf. Um 6.39 Uhr hatte die Leitstelle in Dieburg die Brandbekämpfer alarmiert. Ein Wohnhausbrand im Bergweg in Heubach war gemeldet worden. Nachdem sich der Einsatzleiter der Heubacher Feuerwehr, Manfred Weber, vor Ort von den Gegebenheiten überzeugt hatte, alarmierte er auch noch die Feuerwehr Wiebelsbach und die Feuerwehr Groß-Umstadt. Als die Wehren ankamen, stand das Wohnhaus schon voll in Flammen. „Zu diesem Zeitpunkt war es für die Einsatzkräfte nicht mehr möglich, das Gebäude zu betreten“, erklärte Stadtbrandinspektor Stephan Teich, der nach seinem Eintreffen die Einsatzleitung übernommen hatte.

Ein Innenangriff war also ausgeschlossen, weswegen die Strahlrohre, auch von der Drehleiter aus, nur von außen auf das brennende Wohnhaus gerichtet wurden. „Das Erdgeschoss war komplett im Vollbrand“, so Teich, „während wir am Löschen waren, gab es noch eine Durchzündung im Dachstuhl, der daraufhin eingestürzt ist.“ Aufgrund des Ernstes der Lage war auch noch die Feuerwehr Semd alarmiert worden.

Das Fertighaus, dessen erster Stock hauptsächlich aus Holz bestand, konnte zwar relativ schnell gelöscht werden. Schon um 7.18 Uhr hieß es „Feuer aus“. Dennoch waren die Einsatzkräfte auch um 11 Uhr noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Zwischen Wand und Dämmung hielt sich immer noch Glut und da die Einsatzkräfte das Innere nicht betreten konnten, musste auch später ausschließlich von außen gelöscht werden.

Eine Bewohnerin hatte das Haus verlassen können, sie kam bei Nachbarn unter, wurde später aber zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Ein zweiter Bewohner hielt sich offensichtlich zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Gebäude auf. Zwei Einsatzkräfte wurden leicht verletzt.

„Das war unser größter Brandeinsatz bis jetzt in diesem Jahr“, sagte Teich im Nachhinein. Das Gebäude wurde von einem Baufachberater des Technischen Hilfswerks wegen Einsturzgefahr als unbetretbar erklärt. Den Sachschaden schätzt Teich auf rund 120 000 Euro, was in etwa wohl dem Zeitwert des Hauses entspricht. „Wir haben hier einen Komplettverlust“, so Teich noch am Samstagmorgen.

Nachdem auch die Nachlöscharbeiten beendet waren, stellte die Feuerwehr Richen eine aus sechs Einsatzkräften bestehende Brandwache. Das Grundstück wurde vom Bauhof und der Feuerwehr mit einem Bauzaun umstellt, damit keiner das Haus betreten kann. Zwar war bereits am Samstag ein Polizeibeamter vor Ort, die Ermittlung der Brandursache wird jedoch erst heute fortgesetzt.

Insgesamt waren 17 Fahrzeuge der Feuerwehr und 70 Feuerwehrleute im Einsatz.

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