DA befragt Schüler

Abitur und was dann?

Avan Wahab.Fotos (4): Just

Dieburg - Dieburg Das Abitur ist in der Tasche – aber wie geht es nun weiter? DA-Mitarbeiter Michael Just hat Abiturienten des Alfred-Delp-Gymnasiums gestern bei der Abschlussfeier nach ihren Zukunftsplänen befragt.

Timo Winter (19):„Jetzt mache ich erst mal Sommerferien, dann ein Praktikum und im Anschluss meinen Zivildienst als Fahrer bei den Johannitern. Danach will ich Bauingenieur an der TU Darmstadt studieren. Einen Studienplatz müsste ich auf alle Fälle kriegen, weil dieses Studium mit viel Statik und Berechnungen so schwer ist, dass das nur wenige machen wollen. Ich glaube mit meinem Abi in Mathe und Physik bin ich da richtig. Dass die Schulzeit zu Ende ist, macht mich nicht traurig. Jetzt kommen neue Erfahrungen an der Uni. Da ist man jetzt noch mehr auf sich gestellt als beim Abitur.“

Damian Hesse (19):„Zuerst mache in meinen Zividienst, danach möchte ich gerne sechs Monate ins Ausland, um die englische Sprache besser zu lernen und meinen Horizont zu erweitern. Da steht noch kein Land fest, aber Japan könnte ich mir vorstellen. Im asiatischen Bereich liegen viele aufstrebende Wirtschaftsländer und ich bin der Meinung, dass man die Region als auch die Kultur jener Nationen kennen sollte, die die Vorherrschaft im ökonomischen Bereich haben. Danach will ich in der BWL-Schiene studieren und damit in dem Bereich, in dem auch mein Vater arbeitet.“

Avan Wahab (21): „Ich weiß noch nicht genau, was ich machen will. Deshalb brauche ich mal ein Jahr Pause, um zu überlegen. Die Zeit will ich als Stewardess überbrücken. Am besten bei „Emirates“, auch deshalb, weil ich Arabisch kann. Danach will ich auf alle Fälle studieren, am besten internationales Management. Dass die Schule vorbei ist, ist irgendwie schade und es ist ein komisches Gefühl, wenn man jetzt nach den Prüfungen wieder hierher kommt.“

Thomas Blank (19): „Ich mache keinen Zivi, aber dafür ein freiwilliges, soziales Jahr. Ich wollte lieber im kulturellen als im sozialen Bereich etwas machen, auch wenn es dafür weniger Geld gibt. Ich habe jetzt eine Stelle in einem Darmstädter Kindertheater, das rund 120 Vorstellungen im Jahr hat. Dort kümmere ich mich um die Technik mit Licht und Ton. Die Technik liegt mir, weil ich selbst Musik mache, dazu habe ich schon immer in der Schule in den Theater-AGs in vielfältiger Weise mitgewirkt. Jetzt war es mir wichtig, erstmal was Praktisches zu machen und nicht gleich weiterzulernen. Nach dem FSJ will ich Psychologie mit dem Schwerpunkt Neurowissenschaften studieren. Das wird dann wieder theoretisch genug.“

Lisa Jochmaring (19): „Ich gehe jetzt erstmal als Au-Pair für ein Jahr in die USA. Das Ziel soll die Ostküste sein, ich weiß aber noch nicht genau wo. Die Sache wollte ich eigentlich schon immer mal machen, jetzt nach dem Abi habe ich die Zeit dazu. Bisher war ich im Rahmen des Schüleraustausch nur in Frankreich und Tschechien. Amerika kenne ich bereits durch eine Reise mit meinen Eltern nach Washington. Jetzt ist die Zeit aber länger und ich hoffe, dass es keine Probleme mit Heimweh gibt. Danach möchte ich Lehrerin werden.“

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