Zwei Angriffe auf Busfahrer und 14-Jährigen die Ausnahmen

Äla-Bilanz: Meist ruhig und friedlich

Dieburg - Ein dickes Lob sprechen Polizei und Rettungsdienste nach den tollen Tagen den Narren in Dieburg aus: Die Fastnacht ist alles in allem ruhig und friedlich verlaufen, es gab bis auf zwei Ausnahmen keine nennenswerten Einsätze. Von Ralf Enders

Ausnahme 1: Nach dem Umzug am Dienstagabend ist es an der Bushaltestelle „Im Flürchen“ (Nähe „Kaufland“) zu einer Attacke auf einen Busfahrer gekommen. Ein 35 Jahre alter Tatverdächtiger warf der Polizei zufolge zusammen mit einem noch unbekannten Mann Flaschen gegen einen Linienbus. Dann habe der unbekannte Täter auf den – mittlerweile ausgestiegenen – Busfahrer eingeschlagen und ihn verletzt. Das Motiv könnte die angeblich zu lange Wartezeit auf den dann voll besetzten Bus gewesen sein, müsse aber noch ermittelt werden. Der noch flüchtige zweite Tatverdächtige hat Zeugen zufolge ein Batman-Kostüm getragen und heißt möglicherweise „Kevin“. Hinweise nimmt die Polizeistation in Dieburg unter der Rufnummer 06071 96560 entgegen.

Ausnahme 2: Gegen 22 Uhr am Dienstagabend wurde im Park von Schloss Fechenbach ein 14-Jähriger von drei Jugendlichen angegriffen. Der Polizei zufolge stahlen die Täter die Jacke des Jungen samt Schülerausweis, Bargeld und Mobiltelefon. Dann flüchteten sie.

111 Nummern beim Dieburger Fastnachtszug: Bilder

Ansonsten waren Alkoholexzesse, Schlägereien oder sexuelle Belästigung durch das sogenannte Antanzen glücklicherweise Fehlanzeige, berichtete ein Sprecher der Dieburger Polizeistation gestern auf Anfrage. „Wir waren schon etwas überrascht, wie ruhig – aus polizeilicher Sicht – die Straßenfastnacht montags und samstags und der Umzug am Dienstag verlaufen sind“, sagte er. Dabei sei nicht weniger los gewesen als in den Vorjahren, die Feiernden hätten sich vielmehr gesittet verhalten. Ein Rettungssanitäter des Deutschen Roten Kreuzes bestätigte bereits am Dienstag den Eindruck: „In unserer Marktplatz-Wache mussten wir am Montagabend nicht mal ein Pflaster kleben. Es war nichts los – Gott sei Dank!“

111 Nummern beim Dieburger Fastnachtszug: Bilder Teil 2

Das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt berichtete insgesamt von wenigen Zwischenfällen in seinem Zuständigkeitsbereich. Die mit Abstand meisten Umzugsbesucher hätten sich mit geschätzten 100.000 in Dieburg gedrängt, gefolgt von Heppenheim (50.000), Lorsch (22.000), Ueberau (15.000) und Seckmauern (10.000).

In Seligenstadt, neben Dieburg die zweite Fastnachtshochburg in der Region, mussten Stadt, Polizei, Feuerwehr und Heimatbund dagegen erschreckende Zahlen nach dem Rosenmontagszug veröffentlichen : Die Polizei kontrollierte mehr als 250 „auffällige Besucher“, 71 „gewaltbereite Personen“ erhielten Platzverweise und 34 Strafverfahren wurden eingeleitet. In der zentralen ambulanten Versorgungsstelle im Rathaus behandelten Mediziner 73 Notfälle. (re)

Quelle: op-online.de

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