Abi-Ball Komitee der Alfred-Delp-Schule

Der Doppel-Jahrgang erschwert die Suche

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Ein Teil des Abi-Ball Komitees berät sich mit Schulleiterin Ursula Krell (r.). In diesem Schuljahr ist es wegen des Doppel-Jahrgangs, bedingt durch das Aufeinandertreffen von G8 und G9 Schülern, besonders schwierig, eine geeignete „Unterkunft“ für den Abi-Ball zu finden.

Dieburg - „Wo können wir unseren Abi-Ball feiern?“ - jedes Jahr stehen die Abiturienten der Alfred-Delp-Schule (ADS) vor genau dieser Frage. Von Stephanie Stiefler

Im Jahr 2014 gibt es etwa 320 angehende Abiturienten des Dieburger Oberstufengymnasiums, dazu kommen Eltern, Freunde und Lehrer, die alle gemeinsam feiern möchten. Keine einfache Sache: die Organisatoren des Abi-Balls müssen für den 27. Juni eine bezahlbare „Location“ finden, in der 1 000 bis 1 200 Personen feiern können – und die nicht zu weit von Dieburg entfernt liegt. Schon in den Vorjahren wurde für diese Festivität die Stadthalle von Babenhausen oder Aschaffenburg angemietet – die Dieburger Römerhalle ist zu klein.

Aber in diesem Jahr ist alles noch etwas schwieriger, denn der Doppeljahrgang, bedingt durch das Aufeinandertreffen von G8 und G9 Schülern, sprengt alles bisher da gewesene – zirka 320 Schüler werden in diesem Jahr an der ADS die allgemeine Hochschulreife erlangen. Zum Vergleich: rund 200 Schüler waren es im Vorjahr.

Die Organisatoren dieses Events, das ist, wie in jedem Jahr, eine Gruppe der angehenden Abiturienten, genannt: das Abi-Ball Komitee. „Diese engagierten jungen Leute nehmen es auf sich, neben dem Stress, für das Abitur lernen zu müssen, auch noch eine solche Feier zu organisieren“, berichtet Ursula Krell, die Leiterin der ADS.

Ein Party-Problem

„Für den diesjährigen Abi-Ball ins Auge gefasst wurden zum Beispiel die Jahrhunderthalle oder auch eine große Halle beim Messegelände in Frankfurt sowie das „Squaire“, ein Business und Conference Center, direkt am Frankfurter Flughafen. Diese sind alle groß genug, um den riesigen Jahrgang aufzunehmen, aber zu teuer oder schon belegt“ erläutert das Abi-Ball Komitee. Jetzt scheint es, dass mit dem Darmstädter „Darmstadtium“ die passende Abi-Ball Location gefunden wurde. Auch der Preis scheint zu stimmen, so dass das Abi-Ball Komitee dann mit einem Eintrittspreis von 30 bis 35 Euro pro Karte kalkulieren kann. Da aber niemand in der Lage ist, vorher zu sagen, wie viele Abiturienten mit Eltern oder Freunden zu diesem Ereignis kommen, stellt die Ausrichtung des Abi-Balls immer ein finanzielles Risiko dar, das von den Schüler getragen werden muss.

Und dann ist da noch das Problem mit den Partys, deren Erlöse in den Vorjahren zur Finanzierung des Abi-Balls beitrugen. „In der Gutenberghalle kann wegen vieler Einschränkungen seitens des Landkreises bei einer solchen Abi-Vofi-Party (Abitur-Vorfinanzierungs-Party) kein Geld mehr verdient werden“, berichtet einer der Abi-Ball Organisatoren. So musste für die Partys in private Hallen in Münster oder Groß-Zimmern ausgewichen werden. Allerdings ist der Erlös mit dem der Vorjahre nicht zu vergleichen. „Wir könnten sehr gut ein paar Sponsoren gebrauchen“, betonen die engagierten jungen Menschen und äußern die Hoffnung: „Vielleicht möchte uns jemand finanziell unterstützen. Das wäre super.“

Foyer der ADS ist zu klein

Wo die dem Abi-Ball vorangehende akademische Feier mit Reden und feierlicher Übergabe der Zeugnisse in diesem Jahr stattfindet, ist noch unklar. Das Foyer der ADS oder auch die Gutenberghalle, in der dieser Teil der Feierlichkeiten sonst an einem Vormittag stattfand, sind zu klein.

Angedacht wurde für dieses Jahr von Schulleiterin Ursula Krell und dem Abi-Ball Komitee, Entlassungsfeier sowie festlichen Ball direkt hintereinander stattfinden zu lassen, was aber nicht als die ideale Lösung angesehen wird. So ist in diesem Schuljahr alles etwas schwieriger als in den Vorjahren – eine echte Herausforderung für die engagierten Schüler.

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