Alfred-Delp-Schüler pflanzen

Lindenallee zur Moret wächst

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Schüler der Alfred-Delp-Schule pflanzen unter Anleitung von Revierförster Peter Sturm (l.) und OWK-Mitgliedern Lindensetzlinge im Dieburger Wald.

Dieburg - Eine Lindenallee soll den Weg zur Moret und dem Jakobsborn für Spaziergänger noch attraktiver machen. Zusammen mit dem Odenwaldklub machten sich jetzt Alfred-DelpSchüler ans Werk, um die Allee um weitere Setzlinge zu bereichern. Von Ulrike Bernauer

„Ich habe es mir wesentlich schlimmer vorgestellt“, erklärt Nahal Carini, Schülerin der 12. Klasse der Alfred-Delp-Schule am Freitagvormittag im Dieburger Wald. Eben hat sie zusammen mit den Schulkameraden aus dem Geschichtsleistungskurs und Lehrerin Steffi Arhold eine Linde gepflanzt.

Ein wahres Nachhaltigkeitsprojekt haben die Schüler zusammen mit dem Odenwaldklub Dieburg (OWK) in Angriff genommen. Die Linden, 50 Stück an der Zahl, sollen die bereits begonnene Lindenallee im Dieburger Wald vom Freizeitzentrum bis zur Moret fortsetzen.

OWK-Mitglied Franz Zoth lernte die Schüler bei einer Fahrt nach Polen kennen und konnte sie leicht für das Baumpflanzprojekt begeistern. „Wir möchten, dass sich Ausflüge in die Dieburger Gemarkung wieder mehr lohnen und ein Spaziergang zur Moret und am Jakobsborn vorbei Freude bereitet“, so begründet Zoth die Lindenallee im Dieburger Wald.

Projekt für nachhaltiges Denken und Handeln

Bürgermeister Dr. Werner Thomas, der zum Pflanztermin gekommen ist, lobt nicht nur die Schüler für ihr Engagement, sondern auch den OWK. Thomas sieht die Alleepflanzung als wahres Projekt für nachhaltiges Denken und Handeln. „Ich hoffe dieses Projekt wird in 100 Jahren noch vielen Leuten Freude machen.“

Schülerin Carini macht die Aktion Spaß, obwohl sie morgens sorgenvoll in den Himmel geschaut hat. Aber bis auf ein paar Schneeflocken bleibt es trocken und ab und zu lugt sogar die Sonne aus den Wolken. Die Schüler spucken kräftig in die Hände und so sind die 50 Linden bis mittags gepflanzt. Revierförster Peter Sturm erklärt, dass Linden in der hiesigen Gegend eigentlich ganz natürlich im Wald vorkämen, also eine Lindenallee durchaus Sinn mache.

Über die Fortführung der Allee freuen sich besonders die beiden Naturschutzwarte des OWK, Wolfgang Thomas und Achim Schiwek. Die beiden gehen zusammen mit Förster Sturm den Schülern zur Hand und erklären auch, wie Lindensetzlinge gepflanzt werden müssen, damit sie anwachsen und in freier Wildbahn überleben können.

Bratwürstchen als Lohn für die Arbeit

Angegossen werden die kleinen Bäumchen nicht. „Es ist nass genug“, erklärt der Förster und außerdem benötigten die Setzlinge bis zum Frühjahr kaum Feuchtigkeit. Zum Schutz der Stecklinge vor Wildverbiss werden noch grüne Plastikmanschetten um die Stämmchen gewickelt und ein stabiler Pfahl daneben gestellt, damit die Bäumchen nicht umgedrückt werden können.

Als Lohn für die Arbeit gibt es dann für alle Pflanzarbeiter am Jakobsborn Bratwürstchen. Die sind auch etwas Besonderes, sind sie doch aus Wildschweinfleisch hergestellt.

Den 80-Kilo Keiler hat Förster Sturm ein paar Tage vorher geschossen. Den Schülern mundet es und Thomas Burda freut sich an seiner Teilnahme an der Nachhaltigkeitsaktion. „Es war schön hier“. Auch Benedict Hiemenz ist zufrieden, „das haben wir alle zusammen gut gemacht“.

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