Alles neu - auch die Dekoration

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„KV“ - das „D“ ist noch in Arbeit: Im Zeughaus sind fleißige Bühnen- und Wagenbauer am Werkeln.

Dieburg (mj) - Während sich das Jahr langsam zu Ende neigte, waren im Zeughaus des Karnevalverein (KVD) viele fleißige Hände aktiv. Auch wenn kaum etwas davon nach draußen dringt: In der Industriestraße wird gesägt, geschleift, gelötet, geklebt oder gemalt.

„Am Ende werden wir auf die Zahl von 500 bis 600 Arbeitsstunden kommen“, spricht mit Jochen Hammer einer der fleißigsten Helfer für das Team.

Was bisher noch nicht alle wissen: Mit der Römerhalle bekommen die Fastnachtssitzungen nicht nur einen neuen Veranstaltungsort, sondern auch eine neue Dekoration.

„Dafür nehmen wir rund 15.000 bis 20.000 Euro in die Hand. Alles wird neu!“, sagt Wolfgang Dörr, zuständig für die KVD-Öffentlichkeitsarbeit. An die Decke kommen menschengroße Bajazz-Figuren sowie riesige Äla- und KVD-Schriftzüge, die von Ringen umgeben sind. Viele bunte Scheiben runden das Bild ab.

Schwerpunkt bildet die Bühne

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Bühne. Hier erhält die Loge des Elferrats eine komplett neue Verkleidung. Der Clou: Alte Lichterketten werden durch modernste LED-Technik abgelöst. 6000 Lämpchen mit 4000 Schweißstellen sprechen für die investierte Arbeit.

Da die Römerhalle nur über weißes Deckenlicht verfügt, leiht der KVD bunte Scheinwerfer mit zahlreichen Effekten für die Sitzungen aus. Damit lassen sich alle gewünschten Farbspiele für die Bühne erzeugen.

Und selbst bei den Umzugswagen hält die Neuzeit Einzug - zumindest beim Wagen des Prinzenpaares des vorangegangenen Jahres. Der fast schon antike Ford Transit mit seinen Aufbauten wird ausrangiert. Dafür wurde ein neuer Turm geschaffen. Auf einem großen Hänger stehend kann er von einem beliebigen Fahrzeug gezogen werden.

Rund 30 bis 40 Personen im Einsatz

Die derzeitigen Arbeiten führen die Gruppen des Bühnen- und Wagenbaus aus. Sie bilden den Grundstock, dazu helfen alle Aktiven die Zeit haben. So sind derzeit rund 30 bis 40 Personen im Einsatz. Die alte Dekoration, die zum Teil bis zu zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, wollten die Verantwortlichen auf keinen Fall in der Römerhalle wieder verwenden.

Mit dem neuen Sitzungsort zeigt sich der KVD-Vorstand zufrieden: „Räumlichkeit und Technik sind gut. Wir mussten zwar einige Kompromisse eingehen, das war früher aber genauso“, berichtet Vorsitzender Friedel Enders. Seit Anfang Oktober wird im Zeughaus bereits am neuen Ambiente gebastelt. Für die letzten Arbeiten bleiben noch rund zwei Wochen Zeit. Am Samstag, 14. Januar, wird zur Kontrolle alles aufgebaut bevor eine Woche später dann am 21. Januar die erste Sitzungs-Probe im Terminkalender steht.

Relativ unverhofft scheint sich der KVD um die Entsorgung des Jahrzehnte alten Ford Transit mit den großen Frontlichtern, dem blau-weißen Anstrich und dem abgeschnitten Fahrerdach keine Gedanken machen zu müssen. Dieser wechselt vermutlich bald den Besitzer. So weiß Dörr Jemanden im Odenwald, der für das kaum noch fahrtüchtige, aber dafür geschichtsträchtige Vehikel schon Interesse angemeldet hat.

Quelle: op-online.de

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