Dieburg

Altarbild, Pflanzenbörse, Badhaus und Theater mit zänkischen Weibern

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Vorsitzende Anne Sattig bezieht den historischen Mühlturm auch in das Programm des Heimatvereins mit ein.

Der Heimatverein Dieburg hat für das erste Halbjahr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Es gibt eine bunte Pflanzenbörse und ein Theaterstück "mit zänkischen Weibern".

Dieburg - Die Veranstaltungen des Heimatvereins Dieburg (HDV) beginnen in diesem Jahr - nach dem Ausflug bei Kaiserwetter nach Freinsheim - mit einem Vortrag von Dipl.- Ing. Günther Eckhardt: Er referiert über die Geschichte der Zeiteinteilung in Stunden, Tage, Wochen, Jahre. Auch die Namen der Tage und die verschiedenen Kalender werden besprochen.Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. Februar, um 19.30 Uhr im Museum Schloss Fechenbach statt (Kostenbeitrag drei, Mitglieder zwei Euro).

Bereits einen Tag später, am Samstag, 14. Februar, wird um 15 Uhr zur Präsentation des restaurierten Altarbildes im Atelier Hénon, Mühlgasse 2, eingeladen. Das Gemälde (um 1700) ist in vorbildlicher Art und Weise von Sylvain Hénon restauriert worden (wir berichteten mehrfach). Wer sich für das Gemälde interessiert, ist zu dieser kleinen Vorstellungsfeier und zur Übergabe an Pfarrer Alexander Vogl als Vertreter des „St. Rochusspitals“ herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Am Freitag, 6. März, findet um 19 Uhr die Mitgliederversammlung des HVD im Badhaus (1. Stock), statt, zu der alle Mitglieder eingeladen sind.

Spannend wird es am 24. April um 19.30 Uhr in der Aula der Alfred-Delp-Schule. Es geht um die Badehäuser und Badestuben des Mittelalters, die man auch als Orte des Lasters und der Sünde bezeichnete. Hier gab es eben nicht nur den Bader, der als Ersatzarzt fungierte und duftende Bäder richtete, sondern auch um das gemeinsame Baden von Frauen und Männern in einem Zuber, um Essen und Trinken, Kommunikation, um Buhlmädchen, Buhlkammern und Spitalräume. Kathrin Wegener-Welte, Kunsthistorikerin und ehemalige Leiterin eines Bädermuseums bei Bad Billingen, wird diesen Bildervortrag halten.

Zur Blumen- und Pflanzenbörse lädt der HVD am Samstag, 9. Mai, von 8.30 bis 13.30 Uhr rund ums Rathaus und in den Fechenbach-Park ein. Hier kann man nicht nur Sträuße erstehen, sondern auch Blumen- und Gemüsepflanzen, Topfpflanzen, Büsche und blühende Setzlinge.

Außerdem gibt es wieder die Geschichtsbücher des HVD, die selbst gemachte Maibowle und bei den Nachtwächtern Corinna und Joachim Bratwürste und Getränke. Mitmachen können alle Hobbygärtner und eingeladen sind alle, die sich für Blumen und Gärten samt Accessoires interessieren. Die Standgebühr beträgt fünf Euro. Anmeldungen sind unbedingt erforderlich unter 06071/25214, 5238 oder 24551.

Interessant wird es auch am 23. Mai um 14.30 Uhr, wenn der HVD eine Führung unter Willi Horneffs Regie im alten Roßdörfer Ortsteil Gundernhausens unternimmt. Hier gibt es alte Hofreiten, die von Adeligen bewohnt und bewirtschaftet wurden. Eine der schönsten hat die Gemeinde zu einem Kulturzentrum ausgebaut, in dem der gemütliche Abschluss bei „Weck, Worscht und Woi“ stattfindet. Eingeladen sind alle Mitglieder, Freunde und Interessierte. Treffpunkt ist um 14.15 Uhr am Albinischen Schloss (Parkplatz Auf der Leer), hier werden Fahrgemeinschaften gebildet (Kostenbeitrag drei, Mitglieder zwei Euro).

Den Abschluss des ersten Halbjahres bildet ein Theaterstück bei Berto Winter in der Gaststätte „Zur alten Backstube“ im Steinweg. Autor ist der Heimatverein selbst, das Stück trägt den Titel: „Die zwaa zänkische Weiber vum Stoawääg“. Es wird umrahmt von Gedichten in „Dibboijer“ Dialekt.

Termin ist Samstag, 6. Juni („Dieburg in Blau“), um 16 Uhr. Eintritt: vier Euro am Tor von Berto. Bei Bedarf wird das Stück auch mehrmals aufgeführt.

Auch der Mühlturm am Landratsamt wird an diesem Tag ab 16 Uhr geöffnet sein. Hans Dörr gibt Infos und macht eine kleine Turmführung.

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