Anlieger sind jetzt gefragt

Dieburg (db) ‐ Die Skepsis der Stadtverordneten zur Neugestaltung der Frankfurter Straße keimt nun in der Bevölkerung weiter. Während sich einige Anwohner im Bereich der Minnefelder Seestraße Sorgen um die dort geplanten Parkplätze machen, breitet sich Unmut im Hinblick auf die neue Bushaltestelle (vor der Turnhalle der Marienschule und im Bereich einer Fußgängerampel) aus.

Wenn dort ein Bus hält und die Ampel nicht gleich auf grün umspringt, rennen die Grundschüler ohne zu schauen über die Straße. Das kenne ich aus Darmstadt“, so ein Zuschauer bei der Sitzung des Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr am Donnerstagabend.

Ob eine Verschiebung Richtung Bahnhof möglich sei, müsse noch mit der Nahverkehrsorganisation DADINA abgesprochen werden

Tatsächlich nahm das Thema Sicherheit großen Anspruch in der etwa zweistündigen Diskussion. So wurde ebenfalls über die geplanten Schutzstreifen für Radfahrer kontrovers diskutiert. Während Architekt Michael Reitzel den mit der Polizei, der Verkehrsbehörde und dem Straßenbauamt abgestimmten Entwurf vehement verteidigte („Das System hat sich bewährt“), rief dieser Punkt bei den Stadtverordneten unterschiedliche Reaktionen hervor.

Durchfahrtsverkehr soll unattraktiver werden

Albrecht Achilles (FDP) konnte sich für das Konzept begeistern. „Im Prinzip gut.“ Hingegen erkannte Dr. Harald Schöning (CDU) in dem verminderten Parkplatzangebot auf der Frankfurter Straße eine mögliche Gefahrenquelle: „Dadurch öffnen wir Möglichkeiten für wildes Parken an den Schutzstreifen. Ein Radfahrer ist dann gezwungen auf die Fahrbahn auszuweichen.“ Eine Alternative sei wechselseitiges Parken im Bereich zwischen Theobald- und Aschaffenburger Straße.

Für Wilhelm Reuscher (FDP) sehen die Planungen zu wenig geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen vor, die eine Durchfahrt für den Pendelverkehr unattraktiv machen würden.

Auch Andreas Will (Grüne) gehen bisherige Bemühungen nicht weit genug: „Ich vermisse Verkehrsinseln und Verschwenkungen in der Straße, vor allem aber zusätzliche Grünflächen.“ Damit stieß der Abgeordnete auf offene Ohren. Fraktionsübergreifend plädierte man für mehr Grün auf dem Pflaster. Bevor die Vorschläge des Ausschusses in die weiteren Planungen miteinbezogen werden, sollen erst die Anwohner angehört werden. Ein Termin steht noch nicht fest.

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