Glückstalermarkt: Fast alle sagen schon jetzt aufs Neue zu

Auch der Sturm kann die Bilanz nicht trüben

Gelöste Stimmung herrschte bei der Nachbesprechung zum Glückstalermarkt. Die Rückmeldungen der 19 beteiligten Gruppen und Vereine fielen insgesamt positiv aus. Foto: Dörr

Dieburg (jd) - „In neun Monaten sitzen wir schon wieder zusammen“, sagte Helmut Schelter lachend. Mit „wir“ meinte er: Thomas Daum, Edgar Gutmann, sich selbst (alle Gewerbeverein Dieburg), Heinz G.

Schirling (Heimatverein Dieburg) und die fast 20 Gruppen und Vereine, die den Dieburger Glückstalermarkt zu dem gemacht haben, was er ist: Ein schönes Stück Vorweihnachtszeit im Herzen der Innenstadt.

Kürzlich stand im „Split“ die Nachbesprechung mit den Beteiligten an. Bei Mitgliederversammlungen von Vereinen ist ein reger Zuspruch oft ein Zeichen dafür, dass es Heikles zu diskutieren gibt. In puncto Glückstalermarkt entsandten 16 der 19 Gruppen, die 2011 eine der Buden bezogen und zum Markt beitrugen, mindestens einen Vertreter. Dennoch fielen die Rückmeldungen insgesamt erfreulich aus.

Der Heimatverein, der mit seinen Nachtwächter-Rundgängen an den Freitagabenden Dutzende Besucher auf den Marktplatz zieht, hatte nur einen Wunsch, den selbst die erfahrenen Kräfte des Gewerbevereins nicht zu erfüllen wissen: ein bisschen Schnee fürs adventliche Ambiente. Wobei Schelter im Verborgenen sogleich verschmitzt über den Einsatz von Schneemaschinen nachsann. Das dürfte aber ein Gedankenspiel bleiben.

Die anderen Vereine wiesen zwar auf geringere Umsätze an jenen Tagen hin, an denen stürmisches Wetter herrschte. Doch erkannten sie allesamt die höhere Gewalt und nahmen sie nicht als Anlass, in puncto Markt Verdruss zu zeigen. Im Gegenteil: Bei der Nachbesprechung wurde fast lückenlos reihum schon die Zusage für dieses Jahr gegeben.

Trotz teils eher unwirtlichen Spätherbstwetters: Der KMGV sprach wie die Junge Union von besseren Einnahmen als kalkuliert. Die JU will den Erlös - aufgerundet - bald an den Verein „Horizont“ spenden. Auch andere Gruppen hoben hervor, dass die Teilnahme nicht vordergründig wegen üppiger Einnahmen in die eigene Tasche stattfinde, sondern aus Spaß und Gemeinschaftssinn. Für den steht der bunte Mix der Teilnehmer - vom Odenwald-Club über diverse Fastnachtsgruppen bis hin zum Fan-Club der gar nicht mehr existierenden Footballer der Frankfurt Galaxy.

Ein paar Verbesserungsvorschläge kamen nichtsdestotrotz aus der Runde. Der SV DJK Viktoria ärgerte sich ein wenig über die Vertreter der Alfred-Delp-Schule (ADS), die die Getränkepreise entgegen der Absprache unterboten hätten. Die ADS feierte 2011 ihre Premiere auf dem Glückstalermarkt, hatte sich angesichts kleinerer Becher offenbar geschämt, den gleichen Preis wie die Nachbarn zu verlangen. Ehe es zu einem Hinweis kam, entschuldigte sich die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul derweil vorsorglich für ihren „großen Auftritt“. Entgegen dem üblichen Vorgehen hatte sie zusätzliche Stehtische aufgestellt. Vermisst wurden von einigen dagegen Sitzgelegenheiten gerade für Kinder.

Der Gewerbeverein selbst indes nannte den 2011 größeren Innenhof des Markthalbrunds als positive Veränderung, während geklaute Lichterketten und abgebrochene Äste vom riesigen Tannenbaum negativ auffielen. Einen längeren Austausch gab es über den Vorschlag, neben den Freitagabenden und den Samstagvormittagen den Glückstalermarkt wieder zumindest einen Samstagabend zu öffnen. Dies funktioniere hinsichtlich befriedigender Besucherzahlen aber nur, wenn der Heimatverein an diesem Abend einen seiner Rundgänge durchführe, waren sich die Vertreter mit den Veranstaltern einig. Heinz G. Schirling, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, versprach, den Vorschlag in die eigenen Reihen weiterzutragen.

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