Aufräumen nach „Xynthia“

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Auch in Dieburg mussten städtische Arbeiter am Montag zum Einsatz ausrücken. Im Schlossgarten hatte der Sturm zwei mehr als 20 Meter hohe Fichten inklusive Wurzel aus der Erde gekippt.

Dieburg ‐ Nach „Xynthia“ kam das große Aufräumen: Deutschlandweit hat der Sturm Milliardenschäden hinterlassen. In Dieburg hielten sich die Schäden in Grenzen. Dennoch mussten am Sonntag etliche Straßen wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. Auch der Zugverkehr zwischen Darmstadt und Dieburg war eingestellt worden. Von Lisa Hager

Ab 13.30 Uhr musste die Dieburger Feuerwehr mit 40 Mann rund 35 Einsatzstellen abarbeiten“, bilanziert Stadtbrandinspektor Winfried Storck. Zum Großteil handelte es um kleinere Einsatzstellen mit abgebrochenen Ästen, umgekippten Verkehrsschildern und losen Dachziegeln.

In der Darmstädter Straße war eine Pappel auf ein Wohnhaus gestürzt und hatte das Dach beschädigt. In der Kettelerstraße kippte ein Baum in ein Grundstück und wurde von der Gartenmauer aufgefangen, so dass das Haus nicht beschädigt wurde. Auch in der Friedrich-Ebert-Straße war ein Baum umgestürzt. Bei allen Einsätzen gab es keine Personenschäden.

Goetheschule verlor Dachziegel

Auch an Schulen und Sportstätten hatte der Sturm gerüttelt: Auf fünf Quadratmeter riss der Wind an der Goetheschule Dachziegel herunter, verlautet aus der Kreispressestelle. Das Loch wurde am Montag schon wieder gedeckt.

Ein bisschen länger dauert die Schadensbehebung in der Schlossgartenhalle: Dort hatte der Sturm eine Tageslichtkuppel weggerissen, so dass unter anderem auch dort angesetzte Handballspiele abgesagt wurden. „Das Loch wurde provisorisch mit Folie abgedichtet, der weiteren Nutzung steht momentan nichts im Wege“, sagt Kreispressesprecherin Jutta Janzen auf Nachfrage. Eine neue Kuppel ist bestellt, bis sie eingebaut ist, kann es noch einige Zeit dauern.

Bäume im Schlossgarten umgeknickt

Die Tage nach „Xynthia“ beschäftigten auch die Mitarbeiter des Gartenbauamtes. Nach Auskunft des stellvertretenden Leiters, Dirk George, wurden durch den Sturm im Stadtgebiet Dieburg etwa an die 15 Bäume abgeknickt, darunter am Wolfgangsee und im Freizeitzentrum ,,Spießfeld“.

Im Schlossgarten gab es die vergangenen Tage ebenfalls viel zu tun: Hier kippte das Wurzelwerk von zwei mehr als 20 Meter hohen Fichten aus der tiefgründig durchgeweichten Erde.

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