„1. Energie- und Baumesse“

Ausgebucht, gut besucht

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Die „1. Dieburger Energie- und Baumesse“ zog am Wochenende viele Interessierte an. Sie könnte 2015 wiederholt werden.

Dieburg - Es war die erste Gewerbeschau überhaupt, seit die Römerhalle in Betrieb ist: Mit der „1. Dieburger Energie- und Baumesse“ sah die noch recht junge gute Stube der Stadt am Samstag und Sonntag die Premiere einer derartigen Veranstaltung. Von Jens Dörr 

Und schon jetzt kann eine positive Bilanz gezogen werden. „Die Römerhalle bietet ein tolles Ambiente, sonst wären wir gar nicht hierher gekommen“, sagte am Wochenende Detlef Garthen, dessen Allgäuer Planungsbüro für Messen, Ausstellungen und Events als Veranstalter in Erscheinung trat. Nicht nur deshalb machten er und weitere Initiatoren der Messe einen zufriedenen Eindruck.

„Unser Konzept sind regionale Messen“, erläuterte Garthen. Dieburg als Mittelzentrum - mit einem breiten Gewerbemix und einigen Unternehmen aus der Energie- und Baubranche - könne sich als neuer Standort etablieren, meinte er. Die 36 Standplätze, die Garthen im Foyer und großen Saal der Römerhalle anbot, waren jedenfalls ausgebucht - zu etwas mehr als der Hälfte mit Dieburger Betrieben, während der Rest aus einem Umkreis von meist maximal 20 Kilometern stammte. Zunächst seien die im Gewerbeverein organisierten Unternehmen angesprochen worden, danach alle weiteren Dieburger Betriebe, mit deren Adressen die städtische Wirtschaftsförderung um die am Wochenende von Bürgermeister Dr. Werner Thomas und Evelin Allmann (Zweite Vorsitzende des Gewerbevereins) sehr gelobte Sylvia Tautz dienen konnte. „Erst dann haben wir auch Unternehmen angesprochen, die nicht in Dieburg ansässig sind“, so Garthen, dessen erster Kontakt zu Tautz im Dezember 2013 zustande gekommen war.

Nur wenige Angebote, die zu einer umfassenden Energie- und Baumesse gehörten, seien auf dem lokalen Markt nicht zu finden gewesen. So musste beispielsweise mit Blick auf Infrarotöfen auf ein Unternehmen aus der Nachbarschaft zurückgegriffen werden. Garthen bedauerte zudem, dass sich die lokalen Banken nicht mit Ständen beteiligten. So blieb die Finanzierung größerer Bauvorhaben eher ein Randaspekt.

Mit von der Partie war mit der Schreinerei Fäth hingegen Dieburgs ältestes, 1760 gegründetes Unternehmen. Für Geschäftsführer Wolfgang Fäth war die Teilnahme bei der Messepremiere eine Selbstverständlichkeit: „Als Dieburger Unternehmen muss man dabei sein und generell immer Gas geben. Wir wollen stets vorangehen, neue Ideen haben, neue Produkte vorstellen.“ Fäth nutzte die Messe auch, um Geschäftspartner – etwa Architekten – gezielt für einen Austausch in die Römerhalle einzuladen. Auch Endverbrauchern stand der Chef persönlich Rede und Antwort.

Das war auch am Stand von Bauphysiker Karl-Heinz Rosenkranz, der sich unter anderem in der Schimmelbekämpfung einen Namen gemacht hat und jüngst beim „Großen Preis des Mittelstands“ unter die Top 500 kam, der Fall. „Messen sind besonders für den eigenen Wiedererkennungswert wichtig“, so Rosenkranz. „Beim ersten Mal schauen die Leute, beim zweiten Mal gucken sie erneut, ob es dich noch gibt. Beim dritten Mal fragen sie dann was nach.“ Die Leistungsfähigkeit kleinerer und mittlerer Dieburger Unternehmen unterstrich auch die Firma Delenia (einst Brehotek), die Holz beschafft, in einer Halle im Industriegebiet Nord für die rasche Trocknung sorgt und das entstandene Brennholz vertreibt. „Die Natur braucht dafür drei Jahre, wir schaffen es in einer Woche“, sagte Geschäftsführer Daniel Josten.

Während Detlef Garthen unterdessen positiv gestimmt davon sprach, der gegenüber dem Samstag noch besser besuchte Sonntag entspreche der Regel, blickte Sylvia Tautz voraus: „Die Tendenz geht dahin, dass es die Messe nächstes Jahr am 3. und 4. Oktober wieder geben wird.“ Das sagte sie allerdings vorbehaltlich der Rückmeldungen, die die Teilnehmer erst nach der Messe abgeben werden.

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