Landrat-Gruber-Schule holt ersten und zweiten Platz bei EIBE

Ausgezeichnete Arbeit mit Holz und Cocktails

LGS-Schüler verkaufen Cocktails - natürlich ohne Alkohol.

Dieburg - Sichtlich erfreut und auch stolz hält Studiendirektorin Christa Jost die Mitteilung des Hessischen Kultusministeriums in der Hand.

Darin wird der Landrat-Gruber-Schule, dem Beruflichen Schulzentrum des Landkreises in Dieburg, unlängst mitgeteilt, dass sie bei der hessenweiten EIBE-Produktmesse 2009 in Michelstadt den ersten Preis für den besten Stand - Holzarbeiten - und den zweiten Preis für den zweitbesten Stand - Getränke: alkoholfrei Cocktails - errungen hat.

Die Schüler der Klassen, die den Stand geplant, organisiert und betreut haben, erhalten dieser Mitteilung zufolge damit einen Zuschuss für ihre Abschlussfahrten von 300 beziehungsweise 150 Euro. Das durch die EU geförderte hessenweite Programm „Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt“ (EIBE), erläutert Studiendirektor Reinhard Witzel, richtet sich an Schüler, die nach neun Schulbesuchsjahren zum überwiegenden Teil keinen Hauptschulabschluss haben. In dem einjährigen, mit sozialpädagogischer Betreuung unterstützten Projekt lernen die Schüler zwei bis drei Berufsfelder einschließlich der darin verwendeten Materialien und Techniken kennen und holen mit einer staatlichen Prüfung den Hauptschulabschluss nach. Die Berufsfelder sind Holztechnik, Metalltechnik, Ernährung und Hauswirtschaft, Textiltechnik, EDV und Pflege.

Das seit vier Jahren mit jeweils drei Klassen an der Landrat-Gruber-Schule durchgeführte EIBE-Projekt ist sehr erfolgreich, resümiert Schulchef Dieter Staudt sichtlich zufrieden. Eine neue Schule mit neuen Lehrkräften, hoher Praxisanteil in modernsten Werkstätten und Fachräumen, konsequente Projektarbeit, die Klassenobergrenze von 16 Schülern und die nochmalige Teilung im fachpraktischen Unterricht, qualifizierte und engagierte Lehrkräfte und eine sozialpädagogische Betreuung mit acht Stunden pro Klasse führten im letzten Jahr dazu, dass 70 Prozent der Schüler einen Hauptschulabschluss erreichten und 77 Prozent in eine duale Ausbildung, in einen vollschulischen weiterführenden Bildungsgang oder eine einjährige Maßnahme der Arbeitsagentur vermittelt werden konnten.

„EIBE an der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg, das ist eine erfolgreiche Chance für Jugendliche, die nicht zu den Begünstigsten dieser Gesellschaft gehören“,  zieht  Direktor Dieter Staudt Bilanz.

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