Ausruhen mit „Bankleitzahl“

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„DI - KG -25“ und darunter das selbe noch mal in Blindenschrift: Somit lässt sich die runde Bank eindeutig der Ecke Schlossergasse/Rheingaustraße zuordnen.

Dieburg ‐  Eine „Bankleitzahl“ haben alle 320 Parkbänke in den öffentlichen Anlagen der Stadt bekommen: Damit kann in Notfällen schnelle Unterstützung durch Polizei oder Feuerwehr angefordert werden. Von Elisabeth Hager

Nicht nur in körperlichen Notfällen, auch bei kriminellen Übergriffen können jetzt Retter schnell den Standort durchgeben.
Bedingt durch die Örtlichkeit ist nämlich manchmal nur schwer zu beschreiben, wo sich die betreffenden Personen befinden. So verlieren Notdienst oder Polizei wertvolle Zeit, um helfen zu können.

Die kleinen Blechschilder auf der Lehne der Parkbänke bringen hier nun Abhilfe. Fast alle sind nun mit einer Individualnummer ausgestattet. Lücken gibt es lediglich, wenn eine Bank entsorgt werden soll, oder gerade erst aufgestellt wurde.

Nach dem Vorbild der Rettungspunkte im Wald, kann man nun Hilfe zur betreffenden Stelle rufen. Der Standort der Bank wird mit einem Ortsplan, der bei der Polizei und beim Rettungsdienst hinterlegt ist, verglichen und der Hilfsbedürftige kann so schnell gefunden und Hilfe geleistet werden.

Auch in Blindenschrift

Die Kodierung setzt sich zusammen aus „DI“ für Dieburg, einer Kombination aus Zahl und Buchstabe für den entsprechenden Quadranten und einer weiteren Nummer für die genaue Bank. Ergänzt wird dies durch die selbe Kennung in Blindenschrift. Durch die Nummerierung der Parkbänke kann ein Beitrag zur Sicherung bei überschaubaren Kosten geleistet werden. Für die kleinen Aluschilder und deren Montage wurden bisher 7.000 Euro investiert.

Positiver Nebeneffekt ist, dass jede Parkbank zweifelsfrei identifiziert werden und somit leichter repariert oder gesäubert werden kann.

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