Jahreshauptversammlung beim Gewerbeverein: So viele Beitritte wie noch nie / Inzwischen Nummer eins im Landkreis

Außergewöhnlich positive Entwicklung

Extrem erfolgreich - wirtschaftlich wie mit Blick auf den Besuch - verlief 2011 der Martinsmarkt. Für 2012 muss allerdings ein neuer Organisator des historischen Teils gefunden werden. Foto: Dörr

Von Jens Dörr.

Dieburg - Als kürzlich Musiker und Extremsportler Joey Kelly 500 Menschen im Saal der „Römerhalle“ unterhielt, tagten ein Stockwerk höher 25 Personen: Bei der Jahreshauptversammlung des Dieburger Gewerbevereins gab es keine Wahlen, dafür eine insgesamt erfreuliche Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres zu verzeichnen.

Im anschließenden Gespräch mit dem DA wies Erich Kleene, Vorsitzender des Gewerbevereins, unter anderem auf den erfolgreichen Maimarkt 2011 - der letzte unter Marktmeister Armin Kaiser - hin. Der diesjährige Maimarkt, getrübt insbesondere durch das miese Wetter, zählte bereits zum neuen Geschäftsjahr. Dennoch griff Kleene ihn auf: Trotz aller Kritik an den Veränderungen des Konzepts stellte er heraus, dass darin durchaus Wegweisendes zu finden gewesen sei. „Ich habe festgestellt, dass es in Dieburg 31 Fachärzte gibt. Es ist wichtig, dass das Gesundheitsthema bleibt“, meinte er. Für 2013 muss der Gewerbeverein allerdings eine neue Marktmeisterin suchen - Heyke Möller steht nicht mehr zur Verfügung und ist mit ihrer Schneiderei für historische Gewandungen auch aus dem Verein ausgetreten. Sie wird auch nicht mehr für die Organisation des historischen Teils des Martinsmarkts zur Verfügung stehen (wir berichteten). Gesamt-Marktmeister des im November (auch wirtschaftlich) erfolgreich und besucherträchtig verlaufenen Martinsmarkts ist Alois Ostner.

Die Veranstaltung „Dieburg in Blau“ pausierte 2011, kehrt in diesem Jahr (siehe Bericht oben) am 9. Juni zurück in die Innenstadt. Laut Kleene sei mit Blick in die Zukunft noch offen, in welchem Rhythmus die Veranstaltung stattfinden werde - ob jährlich oder zweijährlich.

Trotz teilweise orkanartiger Stürme, die den Machern der Glückstalermarkts (Helmut Schelter, Thomas Daum) in der Adventszeit 2011 zu schaffen machten, wird dieser in diesem Jahr erneut über die Bühne geben. Auch die teilnehmenden Gruppen, Schulen und Vereine hatten schon kurz nach dem letzten Markt signalisiert, sie würden sich wieder für die Buden auf dem Marktplatz bewerben. Beim Glückstalermarkt kooperiert der Gewerbeverein mit dem Heimatverein Dieburg, der den Markt mit seinen Nachtwächterrundgängen kulturell hochwertig bereichert.

Gut entwickelt sich weiterhin der „Dieburger Wert“, ein Einkaufsgutschein, den es nun bereits seit vier Jahren gibt. Blumengrüße in der Zuckerstraße sind an Ostern eine weitere Aktion des Gewerbevereins, der sich in der Vorweihnachtszeit auch um die besondere Beleuchtung in Altstadt, Zuckerstraße, Steinstraße und auf dem Marktplatz verdient macht. Sie ist allerdings ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor, wird allein vom Gewerbeverein und seinen Mitgliedern getragen. Bei der Anbringung unterstützt der Bauhof der Stadt. Die genaue Ausgestaltung für dieses Jahr wird laut Kleene noch besprochen.

In diesem Jahr steht als besondere Veranstaltung das Fest „40 Jahre Industriegebiet Nord“ am 8. und 9. September an. Dass die Organisatoren Helmut Schelter, Leonardo Plate und Paul Strücker schon jetzt auf die Teilnahme von mehr als 100 Unternehmen - aus ganz Dieburg - blicken dürfen, zeugt vom kraftvollen Zustand des Gewerbevereins.

Laut Erich Kleene sei er inzwischen die Nummer eins bei der Mitgliederzahl - bezogen auf den ganzen Landkreis. Die Zahl stieg im vergangenen Geschäftsjahr auf 209 Mitgliedsunternehmen an. Es gab 30 Neueintritte und zwölf Austritte. Bei den Austritten war zehnmal eine Geschäftsaufgabe der Grund, zweimal gab es andere Gründe. „Es war eine außergewöhnlich positive Entwicklung“, freute sich Kleene über den Zuwachs, der so stark ausfiel wie noch nie in der Geschichte des Vereins.

Bei der Jahreshauptversammlung entlasteten die Vertreter der Mitgliedsunternehmen den Vorstand einstimmig. Einen Gastvortrag hielt der Dieburger Uwe Hauschild (Patenmodell/Ausbildungsbrücke, wir berichteten bereits).

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