Städtisches Gastro-Objekt

WWW bald auch im „Mini-Café“

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Ein Bild, wie es ab 1. Mai wieder häufig auf dem Dieburger Marktplatz zu sehen sein soll: Außenbewirtung am „Mini-Café“ bei strahlendem Sonnenschein. Bis dahin will die Stadt, wie Bürgermeister Frank Haus sagt, im Objekt „noch ein bisschen was machen“.

Dieburg – Die Entscheidung um die neuen Pächter des „Mini-Cafés“ auf dem Dieburger Marktplatz ist, wie am Donnerstag bereits kurz berichtet, gefallen: Am Dienstag informierte Bürgermeister Frank Haus das Trio Dirk Wilhelm, Lars Wiessner und Sabine Wiessner über den Zuschlag für das städtische Objekt. Von Jens Dörr

Die Entscheidung hatte der Magistrat unter neun Bewerbern getroffen, von denen sechs in die Endrunde gekommen waren. Zwischen den beiden Bewerbern mit der größten Zustimmung der Magistratsmitglieder sei es „sehr eng“ zugegangen, sagt Haus. „Am Ende hatten Dirk Wilhelm und die beiden Wiessners einen kleinen Vorsprung vor Jasmin Sauerwein.“ Wilhelm betreibt in Dieburg bisher solo „Dirk’s Kuchen- und Tortentheke“ in der Rheingaustraße, die Wiessners den „Apfelweinhof“ in der Steinstraße. Als gemeinsames Unternehmen eröffneten die drei Dieburger am 1. Februar zudem das „Café Ostheimer“ in der Zuckerstraße unter dem Namen „Dirk’s Café Ostheimer Genussmanufaktur“ neu. Auch für das „Mini-Café“ zeichnet das Trio als Pächter künftig im Rahmen einer GbR zusammen verantwortlich.

Dass die drei Gastronomen an anderer Stelle der Dieburger Innenstadt bereits mit anderen Geschäften vertreten seien, habe der Magistrat laut Haus eher als Pluspunkt bewertet: „Da das ,Mini-Café’ ja nur eine kleine Küche und keine Backstube hat, ist es von Vorteil, wenn der Pächter in der Nähe über weitere Räumlichkeiten verfügt. Dies ist ja auch bei Jasmin Sauerwein der Fall, die den ,Hopfensack’ betreibt. Deswegen war dieser Punkt nicht entscheidend zwischen diesen beiden Bewerbern, eher hat minimal das vorgelegte Konzept den Ausschlag für Wilhelm und die Wiessners gegeben.“

Nach mehreren Kriterien hatten die Magistratsmitglieder Punkte vergeben, die nach den Gesprächen mit den Bewerbern der Endrunde ausgewertet wurden. Auch Haus selbst stimmte mit: „Bei mir lagen Wilhelm und die Wiessners mit Sauerwein gleichauf.“

Dirk Wilhelm freut sich unterdessen über den Zuschlag: „Wir sind von unserer Qualität überzeugt und denken, dass es gut ankommt, dass wir hochwertig und regional fahren und durch unsere anderen Geschäfte in der Innenstadt flexibel sind.“ Im „Mini-Café“ soll es künftig (ähnlich wie bei der vorherigen Betreiberin Heike Breithaupt) neben Kuchen, Torten und Eis auch Frühstück geben. „Das größere Angebot unserer Kuchen und Torten kriegen die Kunden weiter im ,Café Ost-heimer’.“

Nun stehe noch die finale Einigung über die Pachthöhe aus, ehe kommende Woche der Vertrag mit der Stadt unterschrieben werden soll. Mit der Neueröffnung des „Mini-Cafés“ rechnet Wilhelm für Anfang Mai. Ursprünglich war eine Eröffnung Anfang März oder Anfang April geplant, was sich zeitlich aber nicht mehr realisieren lässt. Unter anderem müssen die neuen Pächter noch neues Mobiliar bestellen.

Laut Bürgermeister Haus will auch die Stadt im Objekt selbst „noch ein bisschen was machen“. Wilhelm kalkuliert, „dass wir am 1. Mai aufmachen und dann auch am Maimarkt dabei sind“. Inwiefern man die bisher recht lange Winterpause des „Mini-Cafés“ mit mehreren Monaten ohne Betrieb (weil sich der ohne die Möglichkeit der Außenbewirtung in der kalten Jahreszeit kaum lohnt) verkürzen werde, stehe noch nicht ganz fest.

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