Baugebiet „Am Campus“

Dieburgs modernste Häuser

An der Konrad-Zuse-Straße werden die letzten Arbeiten erledigt. Schon einiger Erläuterung, um als Denkmal erkannt und verstanden zu werden, bedarf das „Mattern’sche Dreieck“ (rechts). -  Fotos: Dörr

Dieburg - Im Herbst 2012 haben die ersten Häuslebauer angefangen, sich im Baugebiet „Am Campus“ ein eigenes Heim zu schaffen. Wo einst die Wohntürme der FH standen, sind rund 100 Grundstücke besiedelt. Von Jens Dörr 

„Wir haben hier echt Gas gegeben und nach Kräften geackert“: Christian Früchtenicht, Geschäftsführer der Projektentwicklung Früchtenicht, ist mit der Performance zufrieden. Mit der Aumann GmbH als Projektpartner hat sein Unternehmen innerhalb der „Arge Campus“ eins der markantesten Dieburger Wohnquartiere der vergangenen Jahrzehnte entwickelt: das Baugebiet „Am Campus“.

Wo einst die Wohntürme der Fachhochschule dominierten, sind auf 65.000 Quadratmetern Bauland inzwischen rund 100 Grundstücke besiedelt. Sechs Jahre nach dem Start der ersten Häuslebauer steht das gehobene Wohnquartier kurz vor der Fertigstellung.

In Kürze werde man die öffentlichen Flächen der Stadt übergeben, kündigt Früchtenicht an. Der Abschluss der Arbeiten an den Verkehrsflächen wurde und wird in diesen Wochen mit dem Ausbau der Konrad-Zuse-Straße und dem Wendehammer am Netto-Markt vollzogen. Zum allergrößten Teil ist das Stadtviertel dann fertig. Ausnahme: Das Gelände, auf dem derzeit noch das Hallenbad des Wassersportvereins steht. Auch das steht auf Grund, den die „Arge Campus“ erworben hat. Bis Ende 2019 kann dort noch geschwommen werden. „Im Frühjahr 2020 erfolgt der Abriss, dann verkaufen wir den Boden“, so Früchtenicht. Wo jetzt noch das Bad steht, sollen sechs weitere Einfamilienhäuser entstehen. Dann kann auch der Hans-Steinmetz-Ring, eine der Hauptadern des Wohngebiets, fertiggestellt werden.

Insgesamt wurden im Baugebiet „Am Campus“ 120 Bauplätze für Einfamilienhäuser sowie Doppelhäuser ausgewiesen. Abgesehen von den noch nicht verfügbaren unter dem Hallenbad sind laut Früchtenicht noch rund 15 Grundstücke unbebaut. Auf dem Löwenanteil der Fläche stehen inzwischen Häuser. „Im Herbst 2012 haben die ersten Bewohner mit dem Bau angefangen“, blickt der Projektentwickler zurück.

Die Ergebnisse sind teils sehenswert, einige der modernsten Häuser Dieburgs stehen nun in diesem Gebiet. Was ihm – zumal mit Blick auf die Grundstückspreise – allerdings auch ein wenig den Ruf eines Viertels vor allem für Wohlhabende einbrachte. Früchtenicht will das so pauschal nicht stehenlassen: „Der Wille war da, am Campus auch Reihenhäuser zu errichten – dort, wo heute der Netto-Markt ist. Wir wollten damit auch jene mit geringerem Einkommen bedienen.“ Weil es sich aber um ein Mischgebiet handelt, musste eben auch Raum außerhalb des reinen Wohnens zur Verfügung gestellt werden, also beispielsweise für einen Discounter.

Grundsätzlich und eingedenk ursprünglicher Pläne, aus dem vorliegenden Bauland wesentlich mehr und damit kleinere Grundstücke zu machen, ist der Dieburger, der mit seiner Familie selbst im neuen Baugebiet wohnt, überzeugt: „Für Dieburg und diese Lage war es das richtige Konzept.“

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