Bayerisches Kabarett super plus

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Lisa Fitz fand trotz vieler Baustellen und Umleitungen den Weg von Bayern nach Dieburg.

Dieburg - „Die liebste Beschäftigung eines Bayern? Richtig, aufregen“, erklärte Lisa Fizz und zeigte in ihrer Show, dass sie es selber gut beherrscht. Aber worüber soll man sich eigentlich jeden Tag aufregen? Gehen ihr mal die Katastrophen aus, greift sie einfach auf Altbewährtes zurück: Benzinpreise und Konfessionen. Von Verena Scholze

Einen kabarettistischen Rundumschlag lieferte Lisa Fitz mit ihrem neuen Programm „Super Plus! - Tanken und Beten“. Dabei spannte sie einen weiten Bogen, mit bayerisch-derbem Dialekt und Humor ließ sie weder Politik noch Gesellschaft aus. Sei es die aktuelle Bundestagswahl, Übergewicht, Männer und Frauen, Klimawandel und Terrorangst, zu allem hatte sie etwas zu sagen.

In Zusammenarbeit mit der Sparkasse Dieburg fand diese besondere Kabarettveranstaltung statt. „Wer Kultur liebt, fördert sie“, mit diesen Worten begrüßte Bettina Riehl von der Sparkassen-Kulturstiftung das Publikum in der vollbesetzten Ludwigshalle. Seit 1981 präsentiert Fitz als erste Frau in Deutschland Soloprogramme mit eigenen Texten und ist seither maßgeblich an der Entwicklung des deutschen Kabaretts beteiligt.

Es wurde entdeckt, dass genmanipulierte Erdwürmer ein Drittel länger leben“, so Fitz. „Auf den Menschen übertragen könnte man sich da mit 160 glatt noch einen 126-jährigen Lover nehmen“, rechnet Fitz dem Publikum mit einem frechen Grinsen vor.

Zwischendurch gab sie ein paar Lieder mit ihrer bunten Gitarre zum Besten, wie den Song über den „dicken Bub“, der beim Publikum gut ankam und zum Nachdenken anregte. Im Anschluss forderte sie einen Erziehungsschein für werdende Eltern oder zumindest einen Hund zum Üben.

Die Zuschauer belohnten die vielfach talentierte Kabarettistin für ihre Show am Ende mit reichlich Applaus.

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