Neuigkeiten für „Dieburg West“ und „Allmendländer“

Bebauungsmix auf dem Filetstück

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Blick vorbei am Aldi-Markt und über die Bahnstrecke gen Münster auf die „Allmendländer“: VGP, Fiege und weitere Logistiker können sich dort ihre Ansiedlung vorstellen.

Dieburg - Bei „Dieburg West“ und den „Allmendländern“ stehen die nächsten Schritte an. Für das reine Gewerbegebiet im Norden der Stadt gibt es schon Interessenten – darunter ist auch ein alter Bekannter. Von Jens Dörr   

Neben dem Dieburger Süden als Mischgebiet für Wohnen und Gewerbe gelten „Dieburg West“ als reines Wohngebiet und die „Allmendländer“ als reines Gewerbegebiet westlich der Bahnlinie nach Münster (hinter dem Aldi-Markt) als letzte große Flächen, die die Stadt in den nächsten Jahren noch entwickeln kann. Im Westen und auf den „Allmendländern“ stehen nun die nächsten Schritte an.

Denn zum Westen – hier geht es zum einen um das Areal entlang einer gedachten Verlängerung der Aubergenviller Allee und zum anderen um die Bebauung zwischen Herrnweg und Nebenstrecke nach Darmstadt –liegt inzwischen die Marktanalyse vor. Diese hatte die Stadt in Auftrag gegeben und damit beispielsweise das Ziel verfolgt, Näheres über die sinnvollste Art der Bebauung der Filetstücke am westlichen Stadtrand in Erfahrung zu bringen.

Bürgermeister Frank Haus hat schon reingeschaut: „Empfohlen wird dort, grob gesagt, eine Mischung aus allem“, so der Rathaus-Chef. Soll heißen: Einfamilienhäuser ebenso wie Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser. Bei der Gestaltung der großen Gebiete im Süden und im Westen dürften die Lokalpolitiker darüber hinaus wieder das Thema sozialer Wohnungsbau aufgreifen – zumal sich die Vertreter des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt kürzlich mehrheitlich gegen eine derartige Bebauung auf dem Parkplatz an der Max-Planck-Straße entschieden haben.

Überraschender als das Analyseresultat, dass ein Bebauungsmix der Weisheit letzter Schluss werden dürfte, fand Haus bei der ersten Durchsicht die genannte Größenordnung bei den jährlich zu vermarktenden und realisierten Neubauobjekten. Die in der Analyse genannten Zahlen scheinen ihm zu tief gegriffen. „Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch an das Wohngebot am Campus. Dort ging es mit der Vermarktung und Bebauung der Grundstücke auch viel schneller als gedacht.“ Binnen fünf Jahren war das Areal mit seinen mehr als 100 Bauplätzen fast vollständig entwickelt.

Derzeit harren nur noch rund ein Dutzend Grundstücke ihrer Bebauung. Die Marktanalyse soll Anfang 2019 ihren Weg in den Bauausschuss finden und dann auch die Stadtverordneten sowie die Öffentlichkeit erreichen.

Bei den „Allmendländern“ liegt mittlerweile zwar auch die schon vor vielen Monaten erwartete Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Mit ihr will die Stadt klären, was für den eigenen Säckel hängen bleibt, wenn man das Gelände schlicht verkauft – und wie es sich finanziell darstellen würde, wenn man das Areal selbst erschließen und entwickeln würde. „Noch hat unsere Verwaltung aber einige Nachfragen“, kann Haus die zentralen Erkenntnisse noch nicht preisgeben. Er ist aber der Ansicht, allzu viel Zeit habe man bei der Entwicklung trotz der Verzögerung der Vorlage noch gar nicht verloren, „weil wir zwischenzeitlich auch schon Dinge im Vorgriff auf die Erstellung des Bebauungsplans erledigt haben“.

Fest steht derweil schon länger: Auf das letzte große Areal, das das Industriegebiet-Nord erweitern und abrunden soll, sind bereits viele heiß. VGP, Betreiber eines Industrieparks an der B  45 bei Rodgau, kann sich etwas Ähnliches auch auf den „Allmendländern“ vorstellen. Fiege hat seinen Hut ebenfalls in den Ring geworfen. Bürgermeister Haus geht aber davon aus, dass man dort kein zweites Reifenlager, sondern einen andersartigen Logistikstandort ansiedeln wolle. Darüber hinaus lägen dem Rathaus „zig Anfragen von Projektentwicklern“ vor, „allerdings oft mit Plänen für Logistikbetriebe“.

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