Bürgermeisterwahl in Dieburg

Wer beerbt Werner Thomas?

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Hier wollen sie rein: Das Rathaus wird einen neuen Chef bekommen. Ob bei der Bürgermeisterdirektwahl gleich morgen die Entscheidung fällt, bleibt aber abzuwarten. Schließlich kämpfen fünf Kandidaten um den Sieg und den Einzug in die Verwaltung.

Dieburg - Heute geht der Wahlkampf zu Ende, morgen stellt sich das Bewerber-Quintett dem Votum der Bürger. Wer auf dem Bürgermeistersessel Platz nimmt, kann aber auch erst in zwei Wochen feststehen. Von Stefan Scharkopf

Es wird richtig spannend. Am Sonntag treten fünf Kandidaten an, die den derzeitigen Bürgermeister Dr. Werner Thomas (CDU) im Amt beerben wollen. Für die Union geht Renée Exner ins Rennen, Hein Gottfried Fischer, Frank Haus und Erik Marx sind unabhängige Kandidaten. Gleiches gilt für Thomas Disser, er wird aber von der SPD unterstützt. In dieser Reihenfolge sind die Bewerber – von oben nach unten – auch auf dem Stimmzettel zu finden.

Rund 12.200 Wahlberechtigte können ihr Kreuzchen machen. Bislang haben 1737 Dieburger (beide Zahlen Stand Donnerstag) die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Das ist ein Rückgang: Beim Urnengang vor sechs Jahren waren es im vergleichbaren Zeitraum bereits 2 253 Bürger, wie der städtische Wahlleiter Mirko Beckmann auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Allerdings war zeitgleich Kommunalwahl.

Unterteilt ist die Gersprenzstadt in neun allgemeine Bezirke und drei für die Briefwahl. 108 Wahlhelfer wollen für einen zügigen Ablauf sorgen; eine für Dieburg übliche Zahl. Mit einem Ergebnis wird für etwa 20 Uhr gerechnet. Sollte es zu einer Stichwahl kommen, ist das Wahlvolk für den 26. März zu einem zweiten Urnengang aufgerufen. Wer auch immer den Chefsessel im Rathaus erobert, findet im Stadtparlament folgende politische Gewichtung vor: Die CDU verfügt über 15 Sitze, die SPD über acht, die Grünen über sechs, FDP und UWD haben je vier Vertreter.

Zur Erinnerung: Bei der jüngsten Bürgermeisterwahl am 27. März 2011 holte Dr. Werner Thomas – damals noch unabhängiger Kandidat – 70,7 Prozent, was exakt 4 369 Stimmen bedeutet. Dr. Harald Schöning (CDU) kam auf 17,1 Prozent (1055) und Ferdinand Böhm (SPD) auf 12,3 (759). Die Wahlbeteiligung lag seinerzeit bei 57,2 Prozent.

Wer sich über das Ergebnis der Bürgermeisterdirektwahl informieren will, kann einen Service der Stadt nutzen. Im Rathaus können Interessenten im Obergeschoss die laufend eingehenden Ergebnisse mitverfolgen. Das Ergebnis wird sowohl im Rathaus als auch auf der Internetseite der Stadt präsentiert. Aber auch von unterwegs kann sich jeder bequem das Ergebnis ansehen. Der Dieburger Anzeiger hat derweil den fünf Kandidaten eine Reihe von Fragen gestellt, Themen sind unter anderem das künftige Baustellen-Management, die Gesundheitsversorgung und die Planungen für den Neubau der Feuerwehr.

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