49 aktuelle und ehemalige Helfer trafen sich gestern bei den Kapuzinern / Plakette für alle in bester Fastnachtsmanier

„Berschte-Wick“ ist ältester Kloster-Messdiener

Ehemalige und aktuelle Messdiener des Klosters hatten sich am Sonntag zum Treffen bei den Kapuzinern eingefunden. Es ist das erste und – vermutlich auch – letzte seiner Art: Das Kloster wird Ende des Jahres geschlossen. - Foto: Scholze

Dieburg - Auf große Resonanz stieß das erste und vermutlich letzte Dieburger Kapuziner-Messdiener-Treffen, das am Sonntag nach dem Gottesdienst im Dieburger Kapuzinerkloster stattfand.

Die Idee, ein Treffen aller ehemaligen und jetzigen Messdiener des Kapuzinerklosters zuveranstalten, schwelte schon seit einigen Jahren in den Köpfen der Organisatoren Friedel Enders und Stefan Schott. „Geboren wurde die Idee nach einer Fastnachtssitzung“, blickten Endes und Schott lächelnd zurück. Viele der Messdiener sind seit vielen Jahren auch bei der Fastnacht engagiert und so mancher Kinderprinz hat schon seinen Dienst im Kloster verrichtet.

Leider zog es sich mit der Umsetzung der Idee jedoch aus zeitlichen Gründen immer wieder aufs Neue hin. Nachdem es jetzt jedoch traurige Gewissheit wurde und die Schließung des Klosters zum Ende des Jahres bevorsteht, machten sich die Organisatoren an die schnelle Umsetzung der Idee. Alte Adressen wurden hervorgeholt und insgesamt schrieb man 65 Messdiener an.

Am Sonntag nun hatten sich insgesamt 49 ehemalige und aktuelle Messdiener eingefunden, darunter auch Viktor Wick, bekannt als „Berschte–Wick“ vom Minnefeld gegenüber des Klosters. Er war mit 92 Jahren der älteste anwesende Messdiener.

In guter Fastnachtsmanier hatten sich Enders und Schott eine Plakette einfallen und gestalten lassen, die jeder der Anwesenden zum Treffen als besonderes Andenken erhielt.

„Vielleicht wird es irgendwann ein zweites Treffen geben, dann allerdings in anderer Umgebung“, sinnierte Enders gemeinsam mit Bruder Berthold, der sich dazu dann auch gerne wieder in Dieburg einfinden wird. J ves

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