Bierspenden als Vertrauensbeweis

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Mit einem Feuerwerk endete am Montagabend das 49. Dieburger Schlossgartenfest. 

Dieburg ‐ Ein Premierenerfolg mit Zukunft, so könnte man das 49. Dieburger Schlossgartenfest auf den Punkt bringen. Erstmals war das Traditionsfest, das bisher von den Vereinen immer im Wechsel ausgerichtet worden war, als Gemeinschaftsprojekt von sieben Vereinen und der Stadt Dieburg durchgeführt worden (der DA berichtete). Von Laura Hombach

Ich finde es eine tolle Sache, dass hier alle Vereine zusammen arbeiten. Das bringt auch die Vereine untereinander näher zusammen“, zieht Hassia-Vorsitzender Hans-Friedrich Busch Bilanz. Gleichzeitig betont er, dass nun nur offiziell gemacht wurde, was eigentlich schon lange Usus gewesen sei. Beim Schlossgartenfest im vergangenen Jahr, als die Hassia offiziell Ausrichter war, sei es auch nicht ohne die tatkräftige Unterstützung anderer Gruppierungen gegangen, so Busch. „Ein Verein alleine kann das Fest schon lange nicht mehr stemmen.“

So viele Bierspenden wie noch nie

Die Vereine haben Erstaunliches geleistet“, fällt auch das Fazit des städtischen Fest-Koordinators, Wolfgang Dörr, positiv aus. So gut, dass Dörr bereits seine Bereitschaft erkennen lässt, auch im kommenden Jahr noch einmal die Gemeinschaftsproduktion zu managen. „Das 50. Schlossgartenfest mache ich noch, aber danach ist Schluss.“ „Auch der Bauhof und die Stadt haben uns toll unterstützt“, geht Dörrs Lob auch an diese Adressen.

Bei den Dieburgern scheint die Coproduktion ebenfalls gut anzukommen. „Wir hatten für den Frühschoppen über 50 Hektoliter Bierspenden - so viel wie noch nie“, erklärt Dörr, „das ist ein echter Vertrauensbeweis seitens der Spender“.

Regen am Montag drückt auf das „Gesamtergebnis“

Gemeinsam haben Vereine und Stadt es ermöglicht, dass die Dieburger auch in diesem Jahr wieder ihr Schlossgartenfest feiern konnten. „Wir wollen unseren Ort lebenswert gestalten und da gehört das Fest dazu“, so Busch. Dass sie ihr Fest zu schätzen wissen, bewiesen die Dieburger indem sie kamen, feierten, aßen und tranken. „Die Stimmung war gut“, erklärt KMGV-Vorsitzender Dieter Mann. So konnten die Veranstalter mit den Umsätzen (die geteilt werden) bis zum Montagmittag zufrieden sein. Allerdings kamen wegen des Regens am Nachmittag und -abend weit weniger Besucher als sonst zum letzten Festtag. „Das schmälert das Gesamtergebnis um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, schätzt Dörr.

Der Fest-Koordinator will sich möglichst bald mit den Vereinsvertretern zusammensetzen und Resümee ziehen. Dabei wird es wohl auch um das einzig große Problem gehen, das sich während des Festes deutlich zeigte: der Zustand des Festplatzes.

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