Zum Schnuppern: Tag der offenen Tür in der Goetheschule

Blind durch Parcours, Auge auf am Mikroskop

Manch Mutige lässt sich - mit verbundenen Augen - durch den Wahrnehmungsparcours lotsen.

Dieburg (ves) ‐  „Kannst Du mir bitte sagen, wie ich zum Gebäude G I in die Lernwerkstatt komme?“, fragt Marius und sieht sich zögerlich auf dem Schulgelände um. „Hier entlang, immer geradeaus, da vorne das große Gebäude“, erklärt ihm eine in orange gekleidete Schülerin, die groß die Aufschrift „Wegweiser“ trägt. Dankbar nickt Marius ihr zu und macht sich auf den Weg. „Es ist alles so groß hier im Gegensatz zu meiner Schule“, erklärt er und meint: „Da muss ich mich erst einmal dran gewöhnen.“

Marius ist einer der Schüler, die sich am Tag der offenen Tür in der Goetheschule einfanden, um einen Einblick in das Schulgelände und die Angebote der Schule zu erhalten. Während seine Eltern sich einem Rundgang anschließen, macht sich der Viertklässler allein auf den Weg, die Schule zu erkunden.

Zu Beginn der Veranstaltung kommen die Besucher in der Aula zusammen, wo die Interessenten - auch vom Schulorchester - begrüßt werden.

Dann verteilt sich der Besucherstrom auf die 20 verschiedenen Stationen, an denen man einen Überblick über die Arbeit in den einzelnen Fachbereichen erhält.

So wird bei dem Projekt „Das Leben im Wassertropfen“ der Klasse R8a mikroskopiert und auch künftige Goetheschüler sowie deren Eltern können einen Blick riskieren. Hier werden verschiedene Wasserproben aus Tümpeln, Teichen und Seen untersucht, die die Schüler gesammelt haben.

Einen Einblick erhalten die Eltern auch in die Computerräume und in Lernprogramme der Schule.

Ursula Zimmermann, Klassenlehrerin der Intensivklasse, zeigt den Besuchern die Lernprogramme der Schule, die für fast alle Fächer angeboten werden. „Der PC verzeiht nichts“, sagt Zimmermann lächelnd und zeigt Anna-Marie, wie sie den Fehler am PC beheben und die richtige Lösung finden kann. „Diese Lernprogramme bieten eine zusätzliche Vertiefung der Lerninhalte und ich nutze sie sehr gerne“, erklärt Zimmermann. Dass diese Übungen auch mit Spaß verbunden sind, sieht man den künftigen Schülern an, die sich begeistert über Lösungsmöglichkeiten austauschen.

Weitere Angebote bekommen die Eltern im Fremdsprachenbereich und zu Schüleraustauschfahrten, wie der aktuellen Reise nach Kanada, die im Oktober zum dritten Mal an die Onoway High School führte, wird ebenfalls informiert.

Auch Übungen zum Lese-, Rechtschreib-Training, eine Vorstellung der Angebote in der Mediothek oder Teilnahme an sportlichen, künstlerischen oder handwerklichen Aktivitäten stehen auf dem Stationsprogramm. Eine Herausforderung ist der Wahrnehmungsparcours „Sportlich Fühlen“, bei dem die Schüler sich mit verbundenen Augen nur durch Berührung ihrer Begleiter über die Hindernisse lotsen lassen müssen. „Dieser Parcours ist für alle Altersstufen gedacht“, erklären die Sportlehrerinnen Dagmar Riecke und Anja Löbig. „Und bisher haben fast alle die Strecke sehr gut gemeistert.“

Mit einem positiven Eindruck verlässt auch Marius die Schule. „Ich finde es toll hier und freue mich auf meine neue Schule“, grinst er.

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