Feuerwehr verhindert Schlimmeres

Brand im Dachgeschoss am Markt 

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Schnell konnte am Freitag der Brand in einem Dachgeschoss eines Hauses am Markt gelöscht werden. Kreisbrandinspektor Ralpf Stühling war zufälligerweise als „Suppenkoch“ direkt unter den Fenstern des Hauses zugange, als ein Bewohner um Hilfe rief.

Dieburg - Schrecken am Freitagabend am Markt: Aus der Dachgeschosswohnung eines Hauses (rechts neben dem „Mephisto“) dringt Rauch. Das schnelle Vorgehen der Feuerwehr Dieburg verhindert Schlimmeres. Alle fünf Bewohner der Etage können in Sicherheit gebracht werden. Von Lisa Hager

Kurz vor 19 Uhr war die Feuerwehr Dieburg gerufen worden: „Rauch aus Dachgeschosswohnung am Markt“ hieß die alarmierende Meldung. Sage und schreibe bereits fünf Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und leiteten unvermittelt erste Lösch- und Rettungsmaßnahmen ein.

Die Feuerwehr Dieburg hatte den Brand schnell unter Kontrolle.

Ein Umstand hat wohl – besonders für den Bewohner eines Appartements im Dachgeschoss, in dem der Brand ausbrach – zum glücklichen Ausgang des Feuers in der Altstadt beigetragen: Kreisbrandinspektor Ralph Stühling, so schilderte es gestern Stadtbrandinspektor Sven Weyrauch gegenüber unserer Zeitung, war gerade als „Suppenkoch“ auf dem direkt unterhalb des Hauses stattfindenden Glückstalermarkt zugange, als der Bewohner aus einem Fenster laut um Hilfe rief. Stühling stürmte sofort zum Haus, rannte ins Dachgeschoss hoch, trat die Tür der Wohnung ein und holte den Mann aus dem Haus. Dieser hatte sich eine Rauchgasvergiftung zugezogen und wurde sofort vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Auch eine junge Familie, die auf der gleichen Etage wohnt, wurde mit ihren beiden Kleinkindern sicher ins Freie gebracht. Die Vier wurden zur Beobachtung vorsorglich ebenfalls in eine Klinik gefahren.

Feuer schnell gelöscht

Der Brand war wohl von einer Matratze ausgegangen, die schnell abgelöscht und ins Freie geschafft wurde. Durch den gezielten Einsatz von drei Trupps mit Atemschutzgeräten und zwei Überdrucklüftern konnte der Rauchschaden auf die Brandwohnung beschränkt werden. Durch das umsichtige und gezielte Eingreifen der Rettungskräfte konnte das Feuer mit einem C-Rohr schnell gelöscht werden.

Bei diesem Einsatz am Freitagabend waren 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Dieburg, drei Rettungswagen des Regelrettungsdienstes, ein Notarzt, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter Dieburg, der Brandschutzaufsichtsdienst, sowie drei Streifen der Polizei am Einsatzort.

„Zur Ursache und zur Schadenshöhe können im Moment keine Angabe gemacht werden“, sagte Kreisfeuerwehrpressesprecher Werner Flechsenhar. Die polizeilichen Ermittlungen waren bis gestern Abend noch nicht abgeschlossen.

Sven Weyrauch war die Erleichterung über den glimpflichen Ausgang deutlich anzumerken. „Wenn nicht so viele glückliche Umstände zusammengekommen waren, hätten wir den nächsten schweren Brand in der Altstadt Dieburgs gehabt“, sagte er.

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