Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr

Brummi-Verbot für Teilbereich der K 128

Verkehrsplaner kann zum Anschluss des Dieburger Dreiecks an B 26 nur wenig Konkretes sagen. Bürgermeister macht Nägel mit Köpfen.

Dieburg - Mehr Publikum als Politiker drängten sich am Montag bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Verkehr im Stadtverordnetensaal. Von Laura Hombach

Publikumsmagnet waren dabei gleich zwei Tagesordnungspunkte: Einerseits sollte ein Vertreter von Hessen Mobil die verkehrstechnische Anbindung des von der Firma Fiege geplanten Neubaus eines Logistikzentrums am Dieburger Dreieck an die B 26 vorstellen.

Andererseits ging es um die Entwässerung und Beleuchtung des Fußwegs zwischen dem Neubaugebiet „Campus“ und dem Wohngebiet „Am Forst“. Ein Thema, das sich bereits vor einigen Monaten bei einem Vororttermin als brisant erwiesen hatte (Bericht folgt am Samstag im DA).

Doch wer von den Zuschauern aufsehenerregende Neuigkeiten oder gar hitzige Diskussionen erwartet hatte, der war umsonst gekommen. Verkehrsplaner Bernd Arnold von Hessen Mobil konnte zum geplanten Ausbau der B 26 nur wenig Konkretes sagen. Der ursprüngliche Vorentwurf, der eine Trassenführung parallel zur alten B 26 vorsieht, sei zur Zeit gestoppt. Auf Wunsch der Gemeinde Münster werde gegenwärtig ein alternativer Verlauf parallel zur Bahnstrecke geprüft.

Zu der Frage, deren Beantwortung sich wohl die Politiker und anwesenden Zuhörer vom Besuch des Verkehrsplaners erhofft hatten, konnte Arnold indes nur vage Auskunft geben. Fest stehe zwar, dass die K 128 (an der das Dieburger Dreieck und damit das geplante Logistikzentrum liegt) an die neue B 26 angeschlossen werde, über das Wie könne er aber noch nichts sagen, so der Fachmann von Hessen Mobil. Mehrfach versicherte er jedoch, dass es durch die Ausbaumaßnahmen zu keiner Verschlechterung für Dieburg komme. Der Bau des Logistikzentrums an dieser Stelle habe auch keine Auswirkungen auf die Fläche, die für den Neubau der B 26 benötigt würde, beantwortete Arnold eine Frage.

So vage der Planer blieb, so konkrete Schritte hatte Bürgermeister Dr. Werner Thomas schon unternommen. Er habe mit der Kreisverkehrsbehörde vereinbart, dass nach Ende der Bauarbeiten in der Groß-Umstädter Straße (voraussichtlich Februar oder März 2014) die K 128 zwischen Polizeikreisel und Aschaffenburger Straße für den Schwerlastverkehr gesperrt werde, so der Verwaltungschef. Damit dürfte zumindest eine Befürchtung der Bürgerinitiative Dieburger Dreieck aus dem Weg geräumt sein: Die das Logistikzentrum anfahrenden Lkw werden nicht an den Wohngebieten „Campus“ und „Am Forst“ vorbeifahren, um dann über den Polizeikreisel auf die Bundesstraße zu gelangen.

Konkrete Pläne konnte auch der von der Firma Fiege beauftragte Verkehrsplaner Dr. Lothar Bondzio präsentieren. In Absprache mit Hessen Mobil soll im Zuge des Neubaus des Logistikzentrums die ampelgeregelte Zufahrt von der K 128 auf die B 26 um eine Spur erweitert werden, so dass es eine Links- und eine Rechtsabbiegerspur entsteht. Wobei ein Großteil des Lkw-Verkehrs ohnehin Richtung B 45 fahren werde, so der Planer. Von den rund 480 angenommen Lastwagen-Bewegungen pro Tag (240 Lkw mit An- und Abfahrt), würden nach bisherigen Berechnungen lediglich zehn Prozent den Weg über die B 26 Richtung Babenhausen wählen.

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