Buche ersetzt Trompetenbaum

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Unter Anleitung von Joachim Steinmetz, dem verantwortlichen städtischen Mitarbeiter für den Park, wurde die Hange-Buche im Schlossgarten gepflanzt. Der OWK ersetzt damit den Trompetenbaum, der im vergangenen Herbst dem Sturm zum Opfer fiel.

Dieburg (eha) ‐   „Er passt hervorragend und fügt sich attraktiv in das Ensemble des bestehenden Baumbestands ein“, kommentiert Dirk George vom Gartenamt der Stadt die sich majestätisch erhebende Hänge-Buche im vorderen Bereich des Schlossgartens.

Sie steht am Rande der idyllischen Auenlandschaft, die von Wasserläufen und -flächen geprägt ist. Der im Jahr 2004 anlässlich des 100-jährigen Jubiläum der Wendelinuskapelle vom OWK gestiftete Trompetenbaum hatte es von Anfang an schwer, sich an seinem Standort zu behaupten. Immer wieder war er mit seinen ausladenden Zweigen Zielscheibe von Vandalismus. Er wurde mehrfach gerupft und sogar angekokelt.

Im vergangenen Herbst setzte ihm zudem eine durch den Schlossgarten fegende Windhose so stark zu, dass er sich von seinen Verletzungen nicht mehr erholte. „Als Wanderverein bewegen wir uns gerne in der Natur und engagieren uns für den Schutz und die Pflege der Umwelt“, erklärt der OWK-Vorsitzende Franz Zoth den Beschluss der Vereinsführung zur Baumspende. Mit der Entscheidung, die Zuwendung dem Schlossgarten zukommen zu lassen, soll auf besondere Weise die Erinnerung an Erich Stix wachgehalten werden, der 2009 verstarb. Über mehrere Jahrzehnte hatte Stix Aufgaben in der Vereinsführung wahrgenommen und die Geschäftsstelle geleitet. Er zählt zu den Initiatoren des beliebten Wendelinusfests auf dem Parkplatz am Kapuzinerkloster, das am kommenden Wochenende wieder stattfindet. Seine Naturverbundenheit hat im Stadtgebiet Spuren hinterlassen. So veranlasste Erich Stix immer wieder Baumspenden und -Patenschaften wie die des Spitzahorns am Rathaus, die der Rotbuchen am Jakobsborn oder die des Trompetenbaums im Schlossgarten.

Die Hänge-Buche gilt als die größte mitteleuropäische Trauerform eines Baums. „Mit ihr erhält der Park ein weiteres Schmuckstück mit Symbolcharakter“, bekräftigt George, der dem Odenwaldklub zur Anschaffung des Unikats geraten hatte. Der Stamm des Setzlings, der kürzlich im Schlossgarten unter pflanztechnischer Anleitung von Joachim Steinmetz, dem verantwortlichen städtischen Mitarbeiter im Park, eingebracht wurde, hat eine Stärke von knapp 20 Zentimetern und eine Höhe von vier Metern.

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