Traffic-Jam Festival

Bühne steht, jetzt kann gerockt werden

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Stets Vorfahrt haben auf dem Verkehrsübungsplatz der Fahrschule Völker derzeit die Helfer, die das „Traffic Jam“ vorbereiten.

Dieburg - Die ersten Punk-, Metal- und Rock-Fans scharren schon mit den Hufen: Jährlich reisen einige Besucher des „Traffic Jam“ bereits am Donnerstag an, obwohl das Festival erst tags drauf beginnt. Von Jens Dörr

„Die Zeltplätze öffnen wir erst am Freitagmorgen um 7 Uhr“, so Christian Götzinger, Pressesprecher vom Veranstalterverein „Schallkultur“. Übernachtet werden kann dieses Jahr (wir berichteten) nicht nur auf dem Verkehrsübungsplatz der Fahrschule Völker, sondern auch auf dem Campingplatz II, der nach der Flut 2012 einen neuen Standort auf einer Wiese rund fünf Gehminuten entfernt bekommen hat.

Während sich allzu frühe Besucher noch ein wenig in Geduld üben müssen, hatte der Dienstleister für die Hauptbühne diese aus organisatorischen Gründen nicht. „Sie wurde schon am Samstag und Sonntag aufgebaut, früher als sonst“, so Götzinger. Bei schwülen 32 Grad packen er und rund 15 weitere Helfer am Dienstag wie in den Tagen zuvor und danach kräftig an, damit alles für die beiden Festivaltage gerichtet wird. Um die Mittagszeit gönnen sie sich dann ein Eis. „Mehr als 100 Helfer werden wir am Wochenende im Einsatz haben“, so Götzinger. 200 Schichten – etwa beim Getränkeverkauf – sind zu besetzen.

Hinter der Bühne wird selbst gekocht

Auch bei der Betreuung der Bands und der Einlasskontrolle werden die Festivalmacher aus Dieburg und Umgebung wieder alle Hände voll zu tun haben. Ein Caterer kommt für die nichtkommerziell ausgerichtete Gruppe erneut nicht infrage. Hier kocht die Crew hinter der Bühne noch selbst. Wie etwa Götzinger und „Hausherr“ Martin Völker sind viele der Akteure schon länger und teils seit dem ersten Festival dabei.

Routine sieht dennoch anders aus, da Unvorhergesehenes, wie im Vorjahr das Unwetter mit Regenmassen, stets eintreten kann. „Bullenhitze mit fast 40 Grad brauchen wir am liebsten nicht“, meint Götzinger mit Blick auf die Wetterprognose zum Wochenende. Und mal ein erfrischender Schauer zwischendurch sei gar nicht so schlimm.

Braggpeak lassen erste Riffs erklingen

Alle staubigen Vorarbeiten sind unterdessen spätestens am Freitag um 14 Uhr vergessen, wenn Braggpeak die ersten Riffs erklingen lässt. Dann wird gerockt, den Frankfurtern ist der Auftakt vorbehalten. Womöglich gehen zu diesem Zeitpunkt noch die letzten Campingtickets über die Theke – „wer sicher gehen will, sollte sich seins aber lieber vorher noch sichern“, rät Götzinger.

Allen Dieburger, so sie sich auch vielleicht nicht fürs Festival selbst interessieren, bietet „Schallkultur“-Mann Martin Völker am heutigen Donnerstag zwischen 16 und 18 Uhr derweil die Möglichkeit, sich das noch verwaiste Festivalgelände bei einem Rundgang zeigen zu lassen. In diesem Zeitraum könne man flexibel vorbeischauen und sich die Hintergründe der Dieburger Veranstaltung mit ihren bis zu 5 000 Besuchern erläutern lassen.

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