Einrichtung, die die Behindertenhilfe betreibt, soll neuer Treffpunkt werden

Café im St. Rochus in Betrieb

Die Verantwortlichen bei der Eröffnung des Café im St. Rochus Krankenhaus (von links): Anja Chakrabarty, Werkstattleiterin der Behindertenhilfe, Küchenleiterin Annett Patrucci, Projektleiterin Brigitte Schauerte, Leiterin der Reha-Werkstätten Katja Merten, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Rochusstiftungsvorstand Armin Probst und Behindertenhilfe-Vorstand Michael Knoll. - Foto: Sell

Dieburg - Ein Café im Krankenhaus St. Rochus? Vor etwa einem halben Jahr ist diese Idee aufgekommen – und wurde jetzt in die Tat umgesetzt. Von Fabian Sell

„Als das Café-Projekt im Schloss Fechenbach zu Ende ging, war der Verein für Behindertenhilfe auf der Suche nach etwas Neuem“, sagte Armin Probst, Vorstand der St. Rochusstiftung, anlässlich der Eröffnung. Zugleich sei die Stiftung daran interessiert gewesen, das Krankenhaus mehr zu beleben. Die Umsetzung des Vorhabens gelang nun, wie Probst betonte, vor allem dank der Unterstützung der Krankenhausleiterin Ute Sperling.

Bürgermeister Dr. Werner Thomas sieht in dem Café eine „wunderschöne Form der Zusammenarbeit“. Denn: „Einerseits sind wir froh, wenn wir etwas für Behinderte tun können. Andererseits sind wir auch froh, dass der Verein für Behindertenhilfe etwas für die Gesellschaft tun kann.“ Dementsprechend bekommt der Verein die Räume kostenlos zur Verfügung gestellt, übernimmt den Betrieb des Cafés jedoch eigenständig. „Wir versuchen, ein bis zwei Behinderte fest zu beschäftigen“, sagte Katja Merten, Leiterin der Reha-Werkstätten. Allerdings müssten diese vorsichtig herangeführt werden. Zudem komme es darauf an, wie das Café angenommen werde.

Damit es gut ankommt, sollen künftig ungewöhnliche Attraktionen auf dem Programm stehen. „Wir wollen dem Besucher Angebote machen – zum Beispiel Lesungen oder Bingospielen“, erklärte Werkstättenleiterin Anja Chakrabarty. Zugleich könnten Dieburger den Konferenzraum hinter der Cafeteria für Veranstaltungen, wie etwa für Geburtstagsfeiern, nutzen. Noch stehe zwar noch nicht genau fest, wie die Attraktionen auf die drei Öffnungstage (donnerstags, samstags und sonntags von 14.30 bis 18 Uhr) verteilt werden. Alsbald wolle man dies beschließen und dann bekannt geben.

Zielgruppe des neuen Cafés sind – neben Patienten und Gästen der Klinik – vor allem Senioren. Heinrich Boller, Vorsitzender des Seniorenbeirates, begrüßte diesen Schritt ausdrücklich. Auch Thomas äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Vielleicht entwickelt sich das Café zu einem Treffpunkt der Seniorenarbeit. Das wäre eine Alternative zu dem Refugium am Bahnhof.“

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