Campus-Pläne einen Schritt weiter gebracht

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Feierstimmung herrschte gestern Morgen bei der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags zum Bebauungsplan Campus. Für die Stadt unterzeichneten Bürgermeister Dr. Werner Thomas (M.) und Erster Stadtrat Wolfgang Schupp (l.), für die Corpus Sireo zeichnete Managing Director Michael Belau.

Dieburg ‐ „Wir haben wenige große Standorte, die uns letztendlich so ans Herz gewachsen sind“, schwärmte Michael Belau, Managing Director der Corpus Sireo gestern morgen im Dieburg Rathaus. Der so umschwärmte Standort: das Campus-Areal. Von Laura Hombach

Lange hatten die Stadt und die Corpus Sireo, Immobilien-Verwaltung der Telekom, über die Schaffung von Baurecht für das Campus-Areal verhandelt (der DA berichtete mehrfach). Im November letzten Jahres sah es sogar plötzlich so aus, als könnte keine Einigung zwischen den Vorgaben des Parlaments über die Dichte der zukünftigen Bebauung und den Vorstellungen der Corpus Sireo bezüglich der Wirtschaftlichkeit des Projektes erzielt werden.

Die Verwaltung zog ein Planungsbüro zur Unterstützung heran, verhandelte tatkräftig weiter und verhinderte so wohl das Scheitern der Verhandlungen. Ein solches hätte den Campus-Standort gefährdet, denn dieser ist nach einem Vertrag der Telekom mit dem Land Hessen nur gesichert, wenn die Stadt Dieburg bis Ende 2010 Baurecht schafft. Schließlich wurde (mit leichter zeitlicher Verzögerung) ein Kompromiss gefunden, der die Bebauung des Geländes mit bis zu 186 Baueinheiten zulässt.

Eine „Win-win-Situation“ für alle Parteien

Von Misstönen zwischen Stadt und Corpus Sireo war indes gestern Morgen bei der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags zum Bebauungsplan nichts mehr zu hören. Die versammelten Magistratsmitglieder, Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Sascha Querbach und Michael Belau von der Corpus Sireo strahlten um die Wette. Thomas dankte Querbach, der für die Stadt der Verhandlungspartner der Corpus Sireo gewesen war, und dem Magistrat für die gute Zusammenarbeit. Er und Querbach hätten sehr viele vertrauliche Verhandlungen miteinander geführt, schilderte Thomas. Im Zuge der Verhandlungen habe er immer die Unterstützung des Magistrats gehabt, der sich teils zwei- bis dreimal in der Woche zum Thema Campus beraten habe.

Aus Sicht der Corpus Sireo seien die Verhandlungen hart, teilweise sehr hart, aber fair verlaufen, resümierte Belau. Er bezeichnete die Entwicklungen auf dem Campus als eine „Win-win-Situation“. Der Gewinn für die Stadt Dieburg: Sie bleibt Hochschulstandort und entwickelt sich dank des geplanten Neubaugebiets städtebaulich einen Schritt weiter.

Eine gelöste Stimmung herrschte denn auch als Bürgermeister, Erster Stadtrat Wolfgang Schupp und Belau schließlich zur Unterzeichnung des Vertrags schritten. In letzter Minute hatte das Parlament keine zwölf Stunden vorher für eine Unterzeichnung des Dokuments gestimmt.

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