Bekannter Dieburger Gastronom übernimmt Bewirtung im Schloss Fechenbach

Chimienti springt im Café ein

Eröffneten am Dienstag feierlich das Museums-Café wieder (v. l.): CDU-Stadtrat Karl-Heinz Krimm, Irmhild Chimienti, Roberto Chimienti, Bürgermeister Werner Thomas, CDU-Stadträtin Mechthild Pfeil und Erster Stadtrat Wolfgang Schupp (CDU).   J Foto: Dörr

Dieburg - „Mein Mann kann“: Irmhild Chimienti gehörte am Dienstagnachmittag zwar zu den Gästen im ersten Stock des Fechenbach-Schlosses, doch stellte sie klar: „Wenn Not am Mann ist, helfe ich auch mit. Das Museums-Café ist prinzipiell aber alleinige Sache meines Manns“. Von Jens Dörr

Der Mann heißt Roberto Chimienti und eröffnete am Dienstag gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Werner Thomas, Magistratsmitgliedern, Museumsleiterin Maria Porzenheim sowie einigen Freunden und Gästen nach kurzer Schließung wieder das Museums-Café im Schloss Fechenbach. Der vorherige Pächter hatte wie berichtet im Einvernehmen mit der Stadt das Pachtverhältnis beendet. Chimienti sprang kurzfristig ein, so dass weder Stammgäste und Gesellschaften, die das Café für Feierlichkeiten reserviert haben, auf die Geselligkeit im edlen Schloss-Ambiente verzichten müssen.

Bei größeren Veranstaltungen wird Chimienti, der das Café vorerst bis ins kommende Frühjahr betreiben soll, von zwei Mitarbeitern unterstützt. Unter ihnen ist in Ulrike Sampl eine Kraft, die er aus früheren Gastronomenzeiten kennt. Rund drei Jahrzehnte hat Chimienti in der Branche gearbeitet - stets in Dieburg. Zunächst war er im ehemaligen „Löwenkeller“ tätig, dann im „Prisma“, zuletzt im „Il Centro“ (nun unter der Leitung von Cengiz Can und wieder unter dem Namen „Hopfensack“).

Eigentlich sei er nun Rentner, so Chimienti. „Ich habe einen großen Garten, langweilig wird es mir also nicht.“ Dennoch habe er zugesagt, als er angesprochen wurde - vor allem der Kontakt zu den Gästen  reize ihn noch immer.

„Vom Betrieb des Cafés leben kann man nicht, das hat man ja gesehen“, verdeutlichte Bürgermeister Thomas am Dienstag, dass der wirtschaftliche Aspekt für Roberto Chimienti keine bedeutende Rolle spiele. Wie es nach dem Interimsbetrieb weitergehe, sei derzeit noch unklar, so Thomas außerdem.

Geöffnet ist das Museums-Café seit dem gestrigen Mittwoch nun wieder täglich außer Montag, stets zwischen 11 und 18 Uhr. Neben Torten, Kuchen, Kaffee und anderen Getränken wird es auch weiterhin kleine Speisen geben. Italienisch angehaucht, wie Chimienti mit Blick auf seine Herkunft nicht ganz überraschend offenbarte.

Fragen zu Trauungen beantwortet das Standesamt unter s  06071 2002-103, die Vermittlung der Tagungsräume übernimmt das Kulturamt, s  06071 2002-209. Im Kulturamt sollten sich auch jene Gäste melden, die noch beim vorhergehenden Pächter eine Feierlichkeit gebucht haben.

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