Collie Chai hilft beim Socken ausziehen

Dieburg/Gundernhausen - Seit 20 Jahren sind die Tierfreunde Dieburg aktiv für den Tierschutz im Landkreis Darmstadt-Dieburg im Einsatz. In der Hofreite Palmy in Gundernhausen feierten sie ihr Jubiläum – natürlich mit Vierbeinern. Von Sebastian Kniza

Wenn Tiere in Not sind, Verletzungen oder kein Zuhause haben, sind die Mitglieder des Vereins „Tierfreunde Dieburg“ für sie da. Sie suchen die schutzbedürftigen Tiere auf, versorgen sie und helfen bei der Vermittlung von herrenlosen Tieren. Mit Rat und Tat sind sie für Mensch und Tier da. Das Besondere: Sie kommen zum Ort des Problems, man muss ihnen das Tier nicht bringen. Gemeinsam sucht man dann nach einer Lösung. Und das schon seit 1992.

Der Verein wurde von Hildegard Beinsger und Christine Bergner aus Dieburg gegründet. Obwohl man den Stadtnamen im Vereinsnamen trägt, ist man im gesamten Landkreis für den Tierschutz im Einsatz.

Geburtstagsfeier der Tierfreunde

Die Arbeit mit verwilderten Katzen ist zur Spezialaufgabe geworden. Die Versorgung mit Futter, die Unterbringung und die Sterilisation der Katzen ist ein Arbeitsschwerpunkt. Im Gegensatz zu anderen Vereinen kommen die Schützlinge – Hunde, Katzen und andere Tiere – in private Pflegestellen, um dann weiter vermittelt zu werden.

Am vergangenen Samstag gab es für alle interessierten Tierliebhaber in Gundernhausen und Umgebung eine Geburtstagsfeier der Tierfreunde in der idyllischen Kulisse der Hofreite Palmy. Neben einem bunten Programm kamen zahlreiche Ehrengäste wie unter anderem die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück, die Bürgermeisterin der Gemeinde Roßdorf, Christel Sprößler, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dieburg, Christian Markert, der Vorsitzende der HSE-Stiftung und frühere Landrat, Alfred Jakoubek. Als Geburtstagsgeschenk überreichten sie dem Verein willkommene Spenden. Die Vorsitzende der Tierfreunde Dieburg, Gabriele Dobner, bedankte sich bei den Gästen für die Geschenke und lobte das Engagement der vielen fleißigen Mitglieder, die viele Stunden ihrer Freizeit für die Tiere im Einsatz sind.

Hündin schaltet sogar das Licht ein

Auch tierische Gäste wie die beiden Alpakas Amigo und Josef mit ihren Betreuern Daniela Rothstein, Andreas Peetz und Karola Neitzel aus dem Behindertenzentrum Roßdorf begrüßten die großen und kleinen Besucher. Die Alpakas helfen dort bei der tiergestützten Therapie.

„Kann die mir mal bei der Hausarbeit helfen?“, fragte eine Besucherin Hundetrainerin Anja Zimmer. Zimmers Border Collie Hündin Chai führte eindrucksvoll vor, wie ein Vierbeiner akitv im Haushalt mithelfen kann. Chai hängt Wäsche ab, öffnet Schubladen, hilft beim Ausziehen von Socken, bedient Lichtschalter und räumt die Wäsche sorgfältig in den Wäschekorb – ein Traum für jede Hausfrau.

„Hunde können mehr als nur Spielgefährten sein. Sie möchten eine Aufgabe haben und können so als Begleithunde dem Menschen helfen, den Alltag zu bewältigen“, erklärt Zimmer ihre Arbeit als Trainerin. Sie zeigte eindrucksvoll, dass in Hunden viel mehr steckt, als man vermutet.

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