Fischweck und Kaffee, ... aber bitte mit Sahne!

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Mit viel guter Narrenlaune ging gestern der Dieburger Fastnachtsumzug im Jubiläumsjahr plus eins durch Dieburgs Innenstadt.

Dieburg - Mit lautem Äla Bumm und viel guter Narrenlaune ging gestern der Dieburger Fastnachtsumzug im Jubiläumsjahr plus eins durch Dieburgs Innenstadt. Für das Bumm sorgten dabei nicht nur die Musikzüge, sondern auch ein paar Fußgruppen hatten sich Instrumente mitgebracht. Von Laura Hombach

Die Brebeldippe, zum ersten Mal beim närrischen Lindwurm dabei, machten den Zuschauern ihren Premieren-Auftritt als knackige Karotten schmackhaft. Etwas zu Essen hatten auch die Dibbscheshogger im Angebot, als blau schillernde Fische zwischen zwei Brötchenhälften gingen sie „halt als Fischweck weg“.

Und was gibt es zum Fischweck Schöneres als eine heiße Tasse Kaffee? Farblich passend in Türkis hielten die als Kaffeekannen kostümierten Quärtreiwer dieses Getränkeangebot bereit. Als Nachtisch schließlich boten sich die Dalleshupper an, unter dem Motto „... aber bitte mit Sahne“ kamen diese Erdbeeren mit Sprühsahne in der Hand.

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Weniger zum Essen geeignet, aber dafür schön anzusehen, waren die Kakteen der Wennleffel. Ein echter Hingucker auch die Hobbel Dobbel Bobbler, die als großköpfige Biene Majas mit Summ, Summ, Summ verkündeten: „Es Jubiläumsjohr is rim“.

Auch bei den Ollwell ging es tierisch zu, beim „Äla Chaos uff de Weide“ trug das närrische Schaf die Fastnachtskapp auf dem wolligen Haupt. Die Huppedackel machten ihrem Namen alle Ehre und kamen – ja genau – eben als Huppedackel.

Halb Tier halb Mensch war das, was der Bauer beim KC-Promille suchte. Bei den Herzdamen der Landwirte ragten deshalb auch verräterische kleine Schweinsöhrchen aus den bezopften Perücken. Ein Teil der Herren auf Freiersfüßen suchte allerdings weder Frau noch Sau, sondern hier suchte der Bauer nach einem gleichgesinnten Bauer – zu erkennen an den rosa Ohrwärmern.

Fischweck und Kaffee, ... aber bitte mit Sahne!

Mit Liebe zum pfiffigen Detail warteten auch die Schnäweldande auf, als rote und grüne Ampelmännchen hatten sie für Stromausfälle vorgesorgt und einen Zebrastreifen im Gepäck. Im Superwahljahr, das unter anderem die Wahl „ihres“ Prinzen Heinz Bernd I. brachte, taten sich Hassia und Krummtrährer zusammen und machten die Vertreter der verschiedenen Parteien zu Spielfiguren eines Mensch-ärgere-dich- nicht-Spiels.

Mit 111 Zugnummern voll einfallsreicher, bunter Kostüme, lautem Äla Bumm und guter Laune haben die Dieburger Narren gestern bewiesen, dass auch im Jahr eins nach dem 500-Jahr-Jubiläum ihr närrischer Schwung nicht nachgelassen hat.

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