Pflanzenbörse

Dachwurz und Affenschwanz

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Wegen des nasskalten Wetters war die Pflanzenbörse diesmal etwas schwächer besucht als in den Vorjahren. So blieb mehr Zeit für einen Plausch mit den Gartenfans. Auch über das neue Projekt des Heimatvereins konnten sich Besucher informieren.

Dieburg – Eisenkraut, Affenschwanz, Dachwurz und kaukasisches Vergissmeinnicht – die 18. Pflanzenbörse des Dieburger Heimatvereins hielt für Kräuterfans und Liebhaber ausgefallener botanischer Gewächse ein vielfältiges Spektrum parat. Rund ums Rathaus boten am Samstag 20 Aussteller ihre „Grün-Waren“ feil. Daneben gab es Dekoratives und Nützliches für Garten und Balkon. Allesamt Privatanbieter, wie Maria Bauer, Vorsitzende des Heimatvereins, betonte, wenngleich die Teilnehmerresonanz auf die Börse etwas schwächer war als in den Vorjahren. Der Wettergott lieferte mit nass-kalter Witterung ungemütliche Rahmenbedingungen. Dennoch fanden sich hier viele Stammkunden ein, die das persönliche Gespräch schätzen. Und von den botanischen Fachkenntnissen der Anbieter profitieren. „Warten Sie noch eine Woche mit dem Pflanzen im Freiland“, hieß es da von den „Tomaten-Profis“. Am Nachbarstand aus Heubach ließ sich Wissenswertes aus der Kräuterkunde mitnehmen.

„Hilft gegen Depressionen, Erschöpfung, Diabetes und mehr“, ruckzuck war der Bestand an Jiaogular, der Pflanze der Unsterblichkeit, am Stand der Heilkundigen ausverkauft. Nutzpflanzen, Blumen, Kräuter und Kakteen fanden guten Absatz – trotz des mäßigen Wetters.

Auch die Nabu-Ortsgruppe nutzte die Börse als Bühne, um die Arbeit der Naturschützer vorzustellen, und Insektenhotels im Miniformat zu verkaufen.

Der Heimatverein machte mit seinem gastronomischen Angebot (Maibowle und Bratwurst) die Veranstaltung zur runden Sache. Die Einnahmen, verriet Maria Bauer, sollen der Begrünung des Stadtkerns dienen. Dieburg blüht auf, wenn der Heimatverein seine Blumenampeln mit Blühpflanzen bestückt, die unter anderem am Marktplatz hängen.

Wer Zeit für einen Schwatz mitbrachte, erfuhr außerdem vom aktuellen Projekt der Heimatforscher: Das historische Dieburg wird in einem 3D-Modell nachgebaut. 1,40 auf 1,80 Meter soll das neue Schätzchen messen, das betrachtet und sogar befühlt werden darf.  

zah

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