Musiker aus Münster, Dieburg und Groß-Zimmern

Daisy und die Panzerknacker: Interkommunale Zusammenarbeit der rockigen Art

+
Das knallt: Die „interkommunale“ Band Daisy und die Panzerknacker spielt rockige Songs, die zum Feiern und Abtanzen einladen.

Dieburg - Das nennt man interkommunale Zusammenarbeit der rockigen Art: Die Band Daisy und die Panzerknacker vereint Musiker unter anderem aus Münster, Dieburg und Groß-Zimmern. Von Jens Dörr 

Mit einem gnadenlos gitarrenlastigen Sound erobert sich die fünfköpfige Gruppe um Frontfrau Sabrine Kubina in der Region mehr und mehr Fans. Erst im Oktober spielte die Rock-Band mit dem eingängigen Namen auf der „Dieburger Musiknacht“, wird zunehmend auch für Privatfeiern und sogar Hochzeiten gebucht.

Herzschmerz kommt ihr trotzdem nicht in die Tüte. „Wir könnten originalgetreu nachspielen, wir könnten lieb und nett sein, wir könnten sogar Balladen – aber wir wollen es nicht!“, betont Gitarrist und Background-Sänger Holger Schubert. Der 54-jährige Münsterer, „mit 25 nach Eppertshausen verschleppt, aber nie weiter als zwei Kilometer vom Geburtshaus entfernt“, macht mehr als einmal deutlich: Daisy und die Panzerknacker geben ordentlich auf die Zwölf. „Ganz oben steht Gitarrenrock. Und so soll es auch klingen, weshalb ein Keyboarder nie ein Thema war.“

Die Stücke „Kids In America“ (von Kim Wilde), „Beat It“ (Michael Jackson), „Whole Lotta Rosie“ (AC/DC) oder der „Schrei nach Liebe“ der Ärzte dürfen dann auch bei kaum einem Auftritt fehlen. Zumal auch die anderen Musiker eine vom Metal oder Classic Rock geprägte Vergangenheit haben: Der Groß-Zimmerner Schlagzeuger Falk Würsching (29) etwa, auch Gitarrist und Sänger Rene Czyrka (51, Darmstadt) sowie der aus Frankfurt stammende Bassist und Sänger Stefan Haas (52).

Die Dieburger Sängerin Sabrine Kubina (31), einst ganz brav im Schulchor aktiv und später unter anderem beim jungen Dieburger Chor Poco Loco, ehe sie über ein Casting zu Daisy und die Panzerknacker fand, komplettiert das Quintett und steht meist an der Front.

Stilistisch und bei der Auswahl der Stücke wolle man „die Lücke zwischen den Top40-PopRock-Bands und den ebenfalls zahlreichen Bands, die nicht die breite Masse bedienen, füllen“, umreißt Holger Schubert den Ansatz der seit 2011 bestehenden Gruppe. Samt Czyrka spielte er vorher gemeinsam in der Münsterer Band TOX-X, um die es ruhig geworden ist, „die befindet sich derzeit aber im Sleep-Modus“.

Mit Daisy und die Panzerknacker (der Name ist einer „spontanen Eingebung“ entsprungen und hat keinen tieferen Sinn) können sich die Musiker kaum noch über zu wenige Auftrittsmöglichkeiten beklagen. Geprobt wird in Münster-Breitefeld. „Die ersten Jahre waren neben der ,Krone’ in Darmstadt die Irish Pubs im Rhein-Main-Gebiet unsere Bühnen“, blickt Schubert zurück. Dort baute man Spielroutine auf und lotete aus, welche Songs besonders gut ankommen.

Inzwischen stehen Dieburg, Münster, Groß-Zimmern, Klein-Zimmern, Groß-Umstadt, Roßdorf, Seligenstadt, Wenigumstadt, Aschaffenburg, Mainz, Mainflingen, Kleestadt, Oberursel und weitere Orte auf der Liste mit den bisherigen Auftritten. Auch auf einer klassischen „Hochzeit in Weiß“ habe man das bandeigene Rockprogramm durchgezogen, „wir wollen ja nichts anderes und sind erst recht keine Jukebox-Band“.

Auch sei man nicht kommerziell orientiert, obgleich Proberaum, Musikanlage und Lichtequipment („Das füllt vier Kombis“) Geldfresser seien. Professionelles Touren sei jedoch kein Thema, „wir sitzen alle in guten und gut ausgebauten Berufen“.

In puncto Niveau soll das den Konzerten von Daisy und die Panzerknacker indes keinen Abbruch tun. Ihr Credo: „Uns ist die musikalische Qualität wichtiger – und nicht minder der Wille zu unterhalten. Dafür haben wir einen Mix aus Songs gewählt, der überall knallt und herrlich zum Mitsingen, Tanzen und Feiern einlädt.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare