„Der Name könnte nicht besser sein“

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Der große Saal hat eine Fläche von 556 Quadratmetern und bietet je nach Art der Bestuhlung unterschiedlich viele Sitzplätze: Am meisten sind es, wenn eine Reihenbestuhlung vorgenommen wird - bis zu 636.

Dieburg - Da steht sie nun also, die Römerhalle. Von außen betrachtet ist es nicht ganz leicht vorstellbar, was in ihrem Inneren steckt. Nachfolgend die wichtigsten Zahlen und Fakten sowie erste Meinungen jener, die die nagelneue Stätte bereits inspiziert haben. Von Jens Dörr

Durch das lichtdurchflutete Foyer der Römerhalle gelangt der Gast in das Kernstück: den großen Saal. Er hat eine Fläche von 556 Quadratmetern und bietet je nach Art der Bestuhlung unterschiedlich viele Sitzplätze: Am meisten sind es, wenn eine Reihenbestuhlung vorgenommen wird - bis zu 636. Die 600-Besucher-Marke wird beispielsweise beim Auftritt des Babenhäuser Pfarrer-Kabaretts (bereits ausverkauft) geknackt werden. Wird eine Bankett-Bestuhlung vorgenommen, sind im Saal bis zu 504 Plätze möglich. Etwa diese Zahl wird bei den Fastnachtssitzungen des Karnevalvereins erreicht werden. Soll auch getanzt werden - eine Tanzfläche von 13 mal acht Metern angenommen -, sind bis zu 420 Sitzplätze möglich.

Fotostrecke von der Eröffnung

Römerhalle feierlich eröffnet

Der große Saal lässt sich in zwei Hälften unterteilen. Die Bühne hat 112 Quadratmeter Szenenfläche, die linke Seitenbühne 16, die rechte acht Quadratmeter. Die Hinterbühne besitzt 80 Quadratmeter, die lichte Höhe der Bühne ist 6,20 Meter, die Höhe des Bühnenportals beträgt fünf Meter. Zur Bühne gehört auch eine Hebebühne, die eine Plattformgrundfläche von rund neun Quadratmetern hat. Die Züge sind elektrisch gesteuert.

Kleiner Saal mit 99 Quadratmetern

Im ersten Geschoss befindet sich überdies ein kleiner Saal mit 99 Quadratmetern, hier sind zudem auch die Toiletten, die bei ausschließlichem Restaurant-Betrieb genutzt werden können. Bei Veranstaltungen im Saal kommen die größeren Toiletten-Räumlichkeiten im Keller hinzu, in der Römerhalle gibt es auch ein Behinderten-WC (sieben Quadratmeter, Vorraum nochmals sechseinhalb Quadratmeter).

Die Künstlergarderoben befinden sich allesamt im Keller und können über Treppe und behindertengerechten Aufzug erreicht werden. Es gibt eine große Garderobe (175 Quadratmeter) sowie vier kleine (je 16 Quadratmeter), jeweils zugeordnet ist eine Sanitärzelle inklusive WC, Waschtisch und Dusche. Vis-à-vis des Eingangs (vom Parkplatz zwischen Halle und Penny-Markt) am Erdgeschoss lädt den Besucher sogleich das modern-rustikal eingerichtete „Römerhalle“-Restaurant von Pächter Tobias Niestatek ein.

900 Euro Miete für den großen Saal

Die Kosten für die Miete des großen Saals beläuft sich pro Veranstaltungstag auf 900 Euro (alle Beträge netto), der halbe Saal kostet 450 Euro. Die Nutzung der Bühne kostet 150 Euro zusätzlich, Catering-Raum, Garderoben und Bühnen- /Veranstaltungstechnik (je nach Aufwand) schlagen separat zu Buche. Stühle und Tische der Römerhalle“ werden wie das Foyer ohne Berechnung zur Verfügung gestellt. Ermäßigte Nutzungsentgelte (Nachlass in Höhe von 75 Prozent) erhalten Vereine und Verbände, die die Voraussetzung für eine Förderung nach den „Richtlinien der Stadt Dieburg zur Förderung der Vereinsarbeit erfüllen. Der Nachlass wird auch politischen Parteien und Wählergemeinschaften gewährt, die im Dieburger Stadtparlament vertreten sind.

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Erste größere Veranstaltungen - neben einer Hochzeit, Geburtstagen und beispielsweise der Tagung der hessischen Standesbeamten und einer Vortragsveranstaltung des Finanzamts am Dienstag - hat der große Saal schon vor der offiziellen Eröffnung der Römerhalle mit Erfolg hinter sich gebracht. Sauber, geräumig, gepflegt, an manchen Stellen noch etwas undekoriert - so wirkt die Römerhalle auf ihre Besucher. Am Samstag hatte sie mit „Sushiduke“ zudem ihre Feuertaufe als Rockkonzert-Veranstaltungsort (siehe auch Seite 3), bei der auch die Bühne erstmals so richtig in Beschlag genommen wurde. Auch bei der Vorstellung der Frisurenmode für Herbst/Winter am Montag wurden die Models ins recht Licht gerückt.

Die ersten Stimmen zur neuen Römerhalle

Christina Hartmann-Neuberger (Architektur- und Sachverständigenbüro Hartmann-Neuberger) war voll des Lobes für die Stätte: „Die Halle ist sehr schön geworden. Ich kann mir vorstellen, dass sie ein Anziehungspunkt in Dieburg wird.“ Karl-Heinz Rosenkranz (Innovationszentrum Dieburg) freute sich, dass die Halle „barrierefrei und zweckmäßig“ sei - auch wenn ein Dieburger Gesangsverein unlängst monierte, mit dem Transport des Klaviers in den ersten Stock gebe es bereits das erste Problem. Rosenkranz lobte derweil den Titel des Ortes: „Schon die Namensgebung hätte nicht besser sein können“, schwärmte er. Seiner Meinung nach ist bei der Römerhalle an „alle Dieburger“ gedacht worden.

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