„Der Neue“ ist der Liebling der Kinder

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Die Erzieherinnen (v. l.) Silke Klober, Beate Bayer-Weißbäcker, Heike Groh und Anita Mann inmitten der glücklichen Kinder.

Dieburg - „Der alte Bollerwagen war so schwer und zudem schlecht zu bewegen“, erzählt Evi Heyl, Leiterin des Dreikäsehoch. „Man musste ziehen wie ein Pferd und schieben wie ein Esel“, lacht sie, zumal auch das Gewicht der Kinder dem Gewicht des Wagens hinzugerechnet und mitbewegt werden musste. Von Verena Scholze

Die Erzieherinnen der Gruppen unternahmen deswegen nur noch selten Fahrten mit diesem Wagen, weil die körperliche Anstrengung überhand nahm, sehr zum Leidwesen der Kleinen.

Der Zufall wollte es, dass Heyl letztes Jahr an einer Zusatzqualifikation für Kinder unter drei Jahren in Gießen teilnahm. Dort wurde sie auf ein Gefährt aufmerksam, das alle Erwartungen übertraf, jedoch mit einem Preis von 1 500 Euro auch das Budget des Vereins sprengte. Trotzdem wurde sie den Gedanken an eine Anschaffung dieses Bollerwagens nicht mehr los.

Zu Weihnachten verschicken wir immer unsere sogenannten Bettelbriefe an die Dieburger Geschäftsleute“, erzählt Heyl. In diesen Briefen wurden die Firmen um eine Spende gebeten, die explizit zur Anschaffung eines neuen Bollerwagens verwendet werden sollte. „Die Resonanz war überwältigend“, blickt Heyl zurück.

Insgesamt kam eine Spendensumme von 1 300 Euro zusammen, über die sich der Dreikäsehoch sehr freut. Der Rest der Summe wurde mit eigenen Mitteln aufgestockt und der Wagen nach langer Prüfung der günstigsten Lieferangebote letztendlich über die Firma Enders in Dieburg bestellt.

Hier fielen keine Versandkosten an und der Wagen wurde direkt zu uns geliefert“, berichtet Heyl, die sich im Namen ihres gesamten Teams bei allen großzügigen Spendern bedanken möchte.

Die Erzieherinnen überlegen nun bereits jeden Morgen, welche der Gruppen denn am heutigen Tag den Wagen benutzen darf“, schmunzelt sie „und die Kinder sitzen mit glänzenden Augen im Bollerwagen und können gar nicht mehr genug bekommen“.

Es ist allerdings abzusehen, dass der eine Bollerwagen wohl bald nicht mehr ausreichen wird, da der Dreikäsehoch seine neuen Räumlichkeiten am Bauhof beziehen und die Gruppengrößen erweitern wird. „Spätestens dann müssen wir über die Anschaffung eines zweiten Gefährts nachdenken“, lächelt Heyl.

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