Geschäftsleute sorgen für echte Hingucker

Die Fastnacht im Schaufenster

Die Stylefabrik43 am Fastnachtsbrunnen huldigt den Äla-Fetzern – natürlich samt „Deiwelsgeije“.
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Die Stylefabrik43 am Fastnachtsbrunnen huldigt den Äla-Fetzern – natürlich samt „Deiwelsgeije“.

Dieburg – In der Dieburger Innenstadt gibt es seit ein paar Tagen in den Schaufenstern mehrerer Geschäfte närrische Hingucker: Auf teils äußerst kreative Weise haben die Ladenbesitzer fastnachtlich geschmückt. Die Kinder drücken sich derzeit vor allem am Kaufhaus Enders die Nase platt.

Dort hat Theresa Ostner in geschätzten „zehn bis zwölf Stunden“ filigraner Handarbeit über mehrere Abende hinweg den Dieburger Fastnachtsumzug in gleich doppelter Hinsicht mit Playmobil-Figuren nachgestellt. Auf der einen Hälfte des Schaufensters zeigt die Szenerie einen klassischen Umzug mit Wagen und Zuschauern. Auf der anderen Hälfte hat die Unternehmerin die aus der Vorweihnachtszeit bekannte, von außen per Knopfdruck in Gang setzbare und vor allem bei den Kindern höchst beliebte Lokomotive aus Gleis gesetzt – und auf die Waggons ebenfalls fastnachtliche Gruppen platziert. So ist dort tatsächlich unter anderem eine Ansammlung von Figuren zu finden, die der Dieburger Prinzengarde ähneln. Wie Theresa Ostner, selbst Gardistin, haben auch einige andere Geschäftsleute der Innenstadt ihre Schaufenster aus Verbundenheit zur lokalen Narretei und zum Karnevalverein, dessen Arbeitskreis Medien die Aktion initiiert hat, dekoriert. Das Sanitätshaus Klein etwa stellt den Bezug zur Reitergarde her, bei der Stylefabrik43 am Fastnachtsbrunnen wird samt zweier „Deiwelsgeije“ den Äla-Fetzern gehuldigt. Der Rathaus-Brunnen ist in den KVD-Farben geschmückt, am Marktplatz wehen große Fahnen in Rot, Weiß, Grün und Gelb. Auch am „Café Ostheimer“ lohnt sich kurzes Verweilen, grüßt einem eine Narrenfigur entgegen. Wie am Kaufhaus Enders hängen dort zudem Fotos mit „echten“ Dieburger Fastnachtern. Theresa Ostner bekam diese Bilder auf einen Aufruf hin von etlichen Fastnachtsgruppen zur Verfügung gestellt. Ebenso wie sie die vielen Playmobil-Figuren geliehen bekam: Neun Haushalte halfen ihr damit aus, und beispielsweise mithilfe einer größeren Gruppe von Rittern ließen sich Zuggruppen nachbilden. Noch mehr Figuren säumen die beiden Umzüge – den klassischen und jenen mit der Lok – als Zuschauer. Gezählt hat sie Theresa Ostner nicht, aber geschätzt: Es mögen ziemlich genau 1 111 sein, sagt sie lächelnd.

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