Dieb bricht den Opferstock auf

Dieburg - „Da bin ich gleich stutzig geworden“, beschreibt Küsterin Ursula Grammig den Moment, als sie am Abend des Ostersonntags (12.) vergeblich versuchte, die Haupttüren der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul zu öffnen, weil von innen die Riegel vorgelegt waren. Von Laura Hombach

Durch eine Seitentür gelangte Grammig schließlich ins Kircheninnere, nur um ihre Befürchtungen bestätigt zu finden: Jemand hatte die Abwesenheit der Küsterin, die von zirka 12 Uhr mittags bis um 19.45 Uhr währte, genutzt, um den in der Kirche befindlichen Opferstock aufzubrechen und das darin enthaltene Geld zu stehlen. Um bei seiner Tat ungestört zu sein, hatte der Täter zuvor die Riegel vor die Haupttüren gelegt. Anstelle des Opferstocks fand Grammig nun eine Gartenschere und ein Eisenteil vor, die wohl zum Öffnen des Sammelkastens benutzt worden waren. Auf dem Boden verstreut lag ein wenig Geld und das neue Vorhängeschloss, das angebracht worden war, nachdem im Dezember der Opferstock schon einmal aufgebrochen worden war. Der Opferstock selbst lag in einer der vorderen Bankreihen. Geflüchtet war der Einbrecher nach seiner Tat durch den behindertengerechten Eingang der Kirche auf der zum Pater-Delp-Haus gewandten Gebäudeseite. Diese Tür lässt sich durch Drücken auch dann öffnen, wenn sie eigentlich verschlossen ist.

Die Küsterin vermutet, dass sich der Einbrecher in der Kirche ausgekannt haben muss, dafür spricht nach ihrer Ansicht nicht nur die Wahl des Fluchtwegs, sondern auch der Umstand, dass sich der Täter das Eisenteil in einem Kämmerchen der Kirche besorgt hat, das momentan ausnahmsweise geöffnet ist.

Grammig alarmierte sogleich Pfarrer Alexander Vogl, dieser wiederum die Polizei, die die Spuren des Einbruchs sicherte.

Gesucht werden nun Personen, die am Ostersonntag etwas beobachtet haben, das im Zusammenhang mit dem Einbruch stehen könnte. Hinweise werden an das Pfarrbüro der Pfarrgruppe Dieburg, 881640, erbeten.

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