Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband

Von Dieburg aus: Bewerbung für Universiade

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Die deutsche Auswahl bei der Eröffnungsfeier der Universiade 2019 in Neapel. 2025 soll das zweitgrößte internationale Multisport-Ereignis der Welt in Deutschland stattfinden. Auch in Dieburg, wo der adh seine Geschäftsstelle hat, laufen diesbezüglich viele Fäden zusammen.

Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) mit Sitz am Campus in Dieburg bewirbt sich für die Ausrichtung der Universiade 2025 und geht von einem Zuschlag für die Region Rhein-Ruhr aus. Derweil ist der adh-Verbleib in Dieburg gesichert.

Dieburg – Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband (adh) bleibt auch künftig in Dieburg ansässig: Nach Modernisierungen im Verwaltungsgebäude des Campus’ der Hochschule Darmstadt (h_da) im Osten der Gersprenzstadt ist ein Umzug des Verbands und seiner 15 in Dieburg beschäftigten Mitarbeiter vom Tisch. Mehr noch: In Dieburg laufen viele der Fäden für jenes ganz große Ding zusammen, an dem der adh gerade arbeitet. 2025 will er die Sommer-Universiade nach Deutschland holen.

Dies hat der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband nun auf seiner 114. Vollversammlung beschlossen. 95 Prozent der anwesenden Mitglieder votierten für eine Bewerbung um das zweitgrößte internationale Multisport-Ereignis der Welt aus. Nur die Olympischen Spiele bewegen mehr Athleten, die Universiade, die es ebenfalls in der Sommer- und Winterversion gibt. Mittlerweile verzeichnet die Sommer-Universiade 13 000 Teilnehmer aus mehr als 140 Nationen. Während die Olympischen Sommer- und Winterspiele alle vier Jahre stattfinden, gibt es die Sommer-Universiade wie auch die Winter-Universiade im zweijährigen Turnus. 2019 fand die Sommer-Universiade in Neapel statt. Für 2021 ist das chinesische Chengdu ausgewählt, für 2023 das russische Jekaterinenburg.

2025 soll es Deutschland werden – der adh geht mit der Rhein-Ruhr-Region ins Rennen. Dort, in Duisburg, war die damals gerade noch geteilte Republik im Sommer 1989 das bisher einzige Mal Gastgeber der Universiade. Die erste fand 1959 in Turin statt. Laut adh-Pressereferentin Julia Frasch, die selbst am Campus Dieburg studierte und heute an selber Stelle Verbandsarbeit leistet, soll die Bewerbung beim Weltverband FISU im kommenden Jahr eingereicht werden. Frasch und der adh haben von den Entscheidern Signale erhalten, dass im Falle einer deutschen Bewerbung die Chancen sehr gut stehen, den Zuschlag für das Großereignis zu erhalten.

Mit dem Votum der Mitglieder erreichte der adh auf seiner Versammlung den nächsten Meilenstein hin zum Event mit den sportlichsten Studenten des Globus’. „Mit dieser Abstimmung hat der Verband gezeigt, dass er die Perspektiven und Chancen, die sich aus einer Bewerbung um die Sommer-Universiade für den Hochschulsport in Deutschland ergeben, erkannt hat“, freute sich Jörg Förster, Vorstandsvorsitzender des adh. Das Votum sei „ein starker Vertrauensbeweis gegenüber Vorstand und Geschäftsstelle, die den Prozess systematisch vorangetrieben und versucht haben, die Mitgliedschaft über die letzten Monate durch ein transparentes Verfahren bestmöglich mitzunehmen“.

Nicht nur die Geschäftsstelle des adh befindet sich in Dieburg; auch die wichtigen Sitzungen des Vorstands finden am h_da-Campus statt. Unter anderem der von Dieburg aus wirkende Bernd Mühle ist Julia Frasch zufolge „maßgeblich am Bewerbungsprozess beteiligt“. In den kommenden Wochen und Monaten wird der Fokus verstärkt auf der Abstimmung mit Kommunen der Rhein-Ruhr-Region, dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund – auch hinsichtlich der Finanzierung – liegen. Gesteuert wird dies weiter von Dieburg: Weil die Geschäftsstelle im Verwaltungsgebäude am Campus mittlerweile saniert und modernisiert wurde und den Mitarbeitern auch künftig genügend Räume zur Verfügung stehen, ist der längere Zeit überlegte Wegzug aus dem Mittelzentrum (und damit auch der Verlust der lokalen Arbeitsplätze) jetzt kein Thema mehr.

VON JENS DÖRR

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