30 Arbeitsplätze entstehen

Edeka will noch 2017 öffnen

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Noch im Bau, schon in der Adventszeit aber voraussichtlich für die Kunden geöffnet: der Edeka-Markt neben dem Friedhof in der Groß-Umstädter Straße.

Dieburg - Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern sollen im neuen Edeka in der Groß-Umstädter Straße neben dem Friedhof 30 Mitarbeiter beschäftigt und 17.000 Artikel angeboten werden. Von Jens Dörr 

Damit fällt der von Kaufmann Erich Kampmann (unter anderem Edeka-Markt Münster) betriebene Dieburger Edeka-Markt etwas kleiner als jener in Münster (1700 Quadratmeter und 20 000 Artikel) aus, dürfte dennoch nur wenige Einkaufswünsche offenlassen. „Ende November, Anfang Dezember“ könne der Verkauf nach Kampmanns Angaben voraussichtlich starten. Geparkt werden soll dann nicht nur auf den eigenen Parkplätzen direkt am Markt, sondern auch auf dem Friedhofs-Parkplatz nebenan. Nur so ließ sich die erforderliche Zahl an PKW-Stellplätzen nachweisen. Im Falle von Beerdigungen, bei denen die Friedhofs-Parkplätze nicht ausreichen, dürfen wiederum Friedhofs-Besucher den Edeka-Parkplatz nutzen.

Die Vorgeschichte zum Bau des Markts hatte in Dieburg Wellen geschlagen. Einerseits zeigten sich gerade einige Nachbarn unzufrieden mit den geplanten Regelungen zu Verkehr und Lärmschutz, konnten durch ihr Intervenieren vor allem in letztgenanntem Bereich zumindest eine für sie bessere Lösung als die ursprünglich vorgesehene erzielen. Andererseits stellte in der Stadt so mancher die grundsätzliche Notwendigkeit für einen weiteren Lebensmittel-Markt in Frage – auch weil der seinen Beitrag zur Schließung des traditionsreichen Edeka-Händlers Kosch wenige hundert Meter weiter geleistet hatte, nachdem Kosch selbst als Betreiber des neuen Markts in der Groß-Umstädter Straße abgesprungen war. Allerdings hatte die Familie Kosch Ende des vergangenen Jahres kurz vor ihrer Geschäftsschließung auch deutlich gemacht, dass man es im Wettbewerb mit dem neuen Edeka-Markt versucht hätte. Das Fass zum Überlaufen und die Koschs zum Aufgeben brachte vielmehr der zusätzliche Bau eines Netto-Markts neben dem nahen Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt, der bereits seit mehr als einem halben Jahr geöffnet ist.

Ab der Vorweihnachtszeit wird es in Dieburger Wohngebieten somit vier größere Möglichkeiten geben, Lebensmittel einzukaufen: Neben dem neuen Edeka-Markt in der Groß-Umstädter Straße und dem Netto am Campus wird dies ihm Penny-Markt an der Römerhalle und beim Edeka-Händler Lajos („Nah und gut“) in der Waldstraße der Fall sein. Ein kleines Lebensmittel-Geschäft betreibt zudem die Bäckerei Langowski in der Ringstraße, nur wenige Meter vom neuen Edeka-Markt entfernt. Zudem bieten die Geschäfte der Dieburger Innenstadt, insbesondere die Drogerie Müller, ebenfalls Lebensmittel an.

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Wer mobil ist und noch etwas weitere Wege in Kauf nimmt, kann auf Dieburger Gemarkung noch fünf weitere Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel nutzen. Auf der grünen Wiese im Süden befindet sich das Kaufland, im Industriegebiet-Nord sind Aldi, Lidl, Rewe und der Günaydin-Markt zu finden. Hinzu kommen die Drogerie Rossmann neben dem Rewe und die Getränkemärkte.

Der neue Edeka wird auf jeden Fall Bewegung in den Lebensmittel-Handel in Dieburg bringen: Eine Analyse der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (Ludwigsburg) hat für Dieburg ergeben, dass sich die Umsatzumverteilungen in der Stadt durch den neuen Markt auf jährlich rund 3,5 Millionen Euro im Nahrungs- und Genussmittelbereich belaufen dürften. Damit würden etwa sechs Prozent des jährlichen Dieburger Umsatzes in diesem Bereich (insgesamt circa 60 Millionen Euro) umverteilt. Schädliche Auswirkungen auf Wettbewerber seien in der Regel erst ab zehn Prozent zu erwarten. Wobei dies eine allgemeine Beobachtung darstellt, die so im Einzelfall nicht stimmen muss.

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