Besondere Gäste

Fastnachtszug wieder live im TV

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Zehntausende Zuschauer werden am 25. Februar zum großen Umzug erwartet.

Beim Höhepunkt der Dieburger Narrensaison ist auch ein ganz besonderer Gast dabei: der Kerbverein aus Groß-Zimmern. 

Dieburg – Für viele sind sie die Höhepunkte der fünften Jahreszeit: die Fastnachtsumzüge. In Dieburg stehen alljährlich zwei auf dem Programm: Der Kinderumzug macht in diesem Jahr am 16. Februar (Start: 13.33 Uhr) den Anfang; am 25. Februar (ebenfalls ab 13.33 Uhr) folgt der große Umzug. Für beide zeichnet der Karnevalverein Dieburg (KVD) verantwortlich – und darf seine bunte Narretei dank des erneuten Besuchs des Hessen-Fernsehens erneut in alle Welt ausstrahlen.

Doch der Reihe nach. Der Sonntag in einer Woche gehört zunächst den Jüngsten. Mit dem Kinderumzug hat es sich der Karnevalverein zur Aufgabe gemacht, gerade Kindergartenkinder und Grundschüler an die Fastnacht heranzuführen. Beide Grundschulen und oft auch alle neun Kitas der Stadt sind mit von der Partie. Einige Vereine bringen ihren Nachwuchs ebenfalls auf die Beine; dazu ist der Kinderumzug aber auch für viele Dieburger Fastnachtsgruppen gesetzt. Sie präsentieren dort in der Regel noch einmal ihr Kostüm vom großen Umzug des Vorjahres.

Der Kinderumzug hat so eine Dimension angenommen, die viele großen Umzüge in anderen Orten übertrifft: Bis zu 2 000 Teilnehmer in 50 Zugnummern – am Ende das neue Kinder-Prinzenpaar Maximilian I. (Maximilian Paul) und Emma I. (Emma Mangold) – locken eine fünfstellige Zahl an Zuschauern. Der Umzug startet im Steinweg, führt danach über den Marktplatz und durch die Fußgängerzone (Zuckerstraße), passiert später unter anderem das ehemalige Kapuzinerkloster und endet auf dem Marktplatz. Ab 14.33 Uhr können die jungen Jecken beim Kindermaskenball in der Römerhalle oder bei jenem des Turnvereins in der TV-Halle am Schwimmbadweg weiterfeiern.

Beim großen Dieburger Fastnachtsumzug schätzte die Polizei in den vergangenen Jahren sogar Zuschauerzahlen von bis zu 100 000. Mehrere zehntausend sind es aber selbst bei miesestem Wetter. Das hatten die Dieburger im vergangenen Jahr, als der Hessische Rundfunk (hr) zwei Stunden lang live von der Gersprenz übertrug. Auch diesmal kommt der hr am Dienstagnachmittag vorbei, wie KVD-Präsident Günter Hüttig mitteilt: Im Wechsel mit zwei anderen hessischen Umzügen schaltet der Sender voraussichtlich zweimal für je eine Viertelstunde zum Dieburger Umzug.

Der Zugweg von der Alten Mainzer Landstraße über Steinweg, Schießmauer, Ringstraße, Aschaffenburger Straße, Frankfurter Straße, Minnefeld und Steinstraße bis zur Auflösung auf dem Marktplatz bleibt der alte. Rund 3 000 Teilnehmer werden wieder mit von der Partie sein Gemeldet ist erneut das Maximum von 111 Zugnummern – darunter laut KVD-Zugmarschall Thomas Lewis auch zwei Gastgruppen, von denen man zumindest eine so gar nicht erwarten würde.

Denn tatsächlich läuft in diesem Jahr der Kerbverein Groß-Zimmern mit. Zwischen den Nachbarn wird bekanntlich eine innige, freilich nicht allzu ernst gemeinte Hassliebe gepflegt. Zuletzt sorgten Groß-Zimmerner Kerbburschen allerdings für eine wenig geistreiche Provokation: Bei ihrem Minigolf-Turnier errichteten sie ein Hindernis, bei dem es darum ging, den Ball ins Gemächt der Dieburger Narrenikone „Bajazz“ zu schlagen.

Die Dieburger revanchierten sich mit etlichen Zimmern-Gags auf ihrer Fastnachtssitzung. Mitmachen darf der Kerbverein natürlich trotzdem. Er läuft anlässlich seines 40-jährigen Bestehens bei beiden Umzügen mit und hat dabei auch die Kerb-Dixi-Stompers (Träger der „Holzisch Latern“ des KVD im Jahr 2016) im Schlepptau. Die zweite diesjährige Gastgruppe sind die „Wooghusaren“ der Karnevalabteilung der TSG 1846 Darmstadt.

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