Hamel-Gastronomie bestätigt Vorfall

Dieburger Schlossgartenfest: „Ekel-Haxe ein Einzelfall“

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Da vergeht einem der Appetit: Jede Menge Maden in der Haxe. Ein Einzelfall, beteuert die Hamel-Gastronomie.

Dieburg - Das Niveau des Dieburger Schlossgartenfestes im Allgemeinen und eine Ekel-Haxe mit Maden im Besonderen sorgen weiter für Aufregung in der Stadt. Von Ralf Enders 

Zu dem verdorbenen Nahrungsmittel nimmt die ausrichtende Hamel-Gastronomie nun ausführlich Stellung: Die Haxe sei ein Einzelfall gewesen, heißt es.
Ein kühles Bier und eine deftige Schweinshaxe – der kulinarische Festklassiker war auch auf dem Dieburger Schlossgartenfest, den tropischen Temperaturen zum Trotz, gefragt. Was ein Gast dabei jedoch zur Mittagszeit am Festmontag entdeckte, ist ziemlich ekelhaft: Unterm Fleisch, am Knochen der „Ofenfrischen XL Schweinshaxe“, lagen Maden zuhauf. Tot nach dem Erhitzen, aber das macht das Gericht nicht appetitlicher. In den sozialen Medien machte die Ekel-Haxe die Runde, versehen mit bissigen Kommentaren zum seit Jahren ohnehin kritisch beäugten Schlossgartenfest, zur ausrichtenden Hamel-Gastronomie aus Mannheim und zu Festwirtin Ilona Böhm.

Stephan Blumenschein vom Hamel-Marketing hat gestern mit einer umfangreichen Stellungnahme auf den Vorfall reagiert. Tenor: Es gab die Maden in der Haxe, und diese kam auch aus der Zelt-Küche im Schlossgarten. Alle Haxen seien sofort, nachdem sich der Gast gemeldet hatte, von der Karte genommen und untersucht worden. Die Maden-Haxe sei aber ein Einzelfall gewesen, und auch der informierte Lieferant habe sich den Befall nicht erklären können , so Blumenschein.

Zudem habe in der Folge die Lebensmittelüberwachung die Schlossgartenfest-Küche untersucht und „eingehend in Augenschein genommen“. Blumenschein: „Dabei kam es in unserer Zelt-Küche weder zu Beanstandungen bezüglich der hygienischen Voraussetzungen noch im Hinblick auf den Umgang mit der Ware und/oder deren Verarbeitung bzw. die Qualität der produzierten Speisen.“ Der Küchenbetrieb sei „uneingeschränkt für gut und in Ordnung“ befunden worden und sei – mit Ausnahme der gestrichenen Haxe – ohne Einschränkungen weitergelaufen.

Die Behörde habe den Vorfall als Einzelfall eingestuft, wie er vor allem bei der Hitze immer wieder vorkommen könne. Für eine Stellungnahme war bei der Lebensmittelbehörde gestern am späten Nachmittag nach Eingang der Hamel-Mitteilung niemand mehr zu erreichen.

Blumenschein bedauert die aus seiner Sicht „Darstellung unwahrer Sachverhalte rund um den Schlossgartenfest-Montag“ vor allem über „WhatsApp“ und erklärt: „Wir waren über die Angelegenheit ebenso entsetzt und davon angeekelt wie der betroffene Gast selbst. Die Sache wurde unmittelbar geklärt und unkompliziert zur Zufriedenheit des Gastes reguliert.“

Bilder vom Schlossgartenfest in Dieburg

Merkwürdig jedoch: Die Lebensmittelbehörde hat nicht Hamel selbst, sondern Blumenschein zufolge eine Aushilfe aus der Spülküche informiert. Diese habe „persönliche Verbindungen“ zu anderen Beschickern, „mit denen es im Verlauf der Fests zu verschiedenen Problemen kam“, umschreibt der Hamel-Mann die Rolle der Spülhilfe etwas nebulös. Auf jeden Fall habe diese „aus Gewissensgründen“ das Amt informiert.

Blumenscheins Resümee: Die Behörde habe „kein Fehlverhalten unsererseits“ erkennen können und auch kein Bußgeld oder sonstigen Konsequenzen in Erwägung gezogen. Küchenbetrieb und Warenverkauf seien nicht wie behauptet von Amts wegen eingeschränkt oder geschlossen worden.

Dass die Küche am Montagabend eine Stunde früher als geplant geschlossen worden sei, habe im Übrigen einzig an den notwendigen Vorbereitungen für ein bevorstehendes anderes Fest gelegen.

Quelle: op-online.de

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