Auf dem Dieburger Marktplatz

Mini-Café: Vertrag immer noch nicht unterschrieben

+
Mini-Café: Vertrag immer noch nicht unterschrieben

Um das Mini-Café auf dem Dieburger Marktplatz herrscht Unruhe; das Gerede vor allem in den sozialen Netzwerken ist groß, das Wissen eher klein.

Dieburg – Traditionell orientierte Gäste klagen über die Öffnungszeiten und die Sitzgelegenheiten, die derzeit aus Euro-Paletten mit weichen Polstern bestehen. Hintergrund der Unsicherheiten: Es gibt immer noch keinen gültigen Pachtvertrag für die städtische Immobilie zwischen Stadt und Pächter-Trio Dirk Wilhelm, Lars Wiessner und Sabine Wiessner, die im Februar den Zuschlag erhalten hatten. Dies bestätigten gestern Bürgermeister Frank Haus (parteilos) und Lars Wiessner dem Dieburger Anzeiger.

Vertragsversion Nr. 4

Wiessner wartet eigenen Angaben zufolge auf die mittlerweile vierte Version des Pachtvertrags, die auf Wunsch des Magistrats derzeit wieder bei der Stadt liege. Einmal sei die Firmierung falsch gewesen (nämlich auf die Privatpersonen Wiessner und Wilhelm statt auf das gemeinsame Unternehmen), einmal seien die etwa 100 Quadratmeter Außenfläche nicht berücksichtigt gewesen und einmal seien die öffentlichen Toiletten im Keller nicht geregelt gewesen.

Alles Dinge freilich, die in einen Pachtvertrag gehören. Wiessner sieht die Versäumnisse beim Magistrat und habe zwischenzeitlich vorgeschlagen, „einen Standardvertrag aus einem Schreibwarengeschäft“ als Grundlage zu nehmen und zu ergänzen. Dies habe der Magistrat aber abgelehnt. „Jetzt warte ich auf den endgültigen Vertrag mit der Nummer 4“, sagt er.

Stühle und Paletten

Die Pacht für den Startmonat Juni haben WWW, wie die beiden Wiessners und Wilhelm auch genannt werden, bereits überwiesen, wie auch Bürgermeister Haus bestätigt. Dies ist rechtlich zwar auch eine Art Vertrag, aber eben noch nicht der endgültige. Und bevor es den nicht gebe, will Wiessner auch noch keine Sitzmöbel für die Außenbestuhlung bestellen. Wobei er sich durchaus vorstellen kann, einige Palettenmöbel vor allem fürs jüngere Publikum stehen zu lassen. „Aber normale Tische und Stühle wird es natürlich auch geben, wenn wir dann mal einen Vertrag haben“, sagt er.

Öffnungszeiten

Auch die Öffnungszeiten sollen und müssen sich ändern, wenn vertraglich alles geregelt ist. „Wie, das steht noch nicht fest“, sagt Wiessner. Derzeit ist das Mini-Café montags bis donnerstags jeweils von 16 bis 23 Uhr und freitags bis sonntags jeweils von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

WWW hatten den Zuschlag knapp vor Jasmin Sauerwein erhalten, die Betreiberin des „Hopfensacks“ nebenan. Die Wiessners und Wilhelm zeichnen solo und/oder gemeinsam bereits für den „Apfelweinhof“ (Steinstraße), „Dirk’s Kuchen- und Tortentheke“ (Rheingaustraße) und das „Café Ostheimer“ (Zuckerstraße) verantwortlich.

VON RALF ENDERS

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare