800 Kinder fit gemacht

Kita „Am Ruhbäumchen“ feiert 25-jähriges Bestehen

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Die Kita „Am Ruhbäumchen“ feierte ein großes Fest zu ihrem 25-jährigen Bestehen.

Dieburg - In diesem Jahr blickt die Kita „Am Ruhbäumchen“ auf ihr 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum wurde mit einem großen Fest begangen.

Zu Beginn des Nachmittags stand eine Andacht von Pfarrerin Dorothee Benner auf dem Programm, bevor Grußworte vom evangelischen Kirchenvorstand als Träger der Einrichtung und von Bürgermeister Frank Haus erfolgten. Als Hingucker entpuppte sich der Auftritt der Mini-Garde des KVD. Im Anschluss wurden mehrere Spielstationen eröffnet, zudem sagte sich ein Clown an.

Neben ehemaligen Erzieherinnen zählten auch Familien, deren Kinder zukünftig die Kita besuchen, zu den Gästen. Sie alle erlebten die Ehrung von Andrea Kalmbach, die seit zehn Jahren im Birkenweg ihren Dienst verrichtet.

Die Kita „Am Ruhbäumchen“ und die Kita in der Odenwaldstraße werden beide von der evangelischen Kirchengemeinde getragen. Derzeit betreut man im Westen der Stadt 75 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Dafür sind neun Erzieherinnen und zwei Praktikanten im Einsatz. Die drei großen Kita-Gruppen, die Dino-, die Igel- und die Fuchs-Gruppe, sind bereits legendär. Sie spiegeln sich im Logo der Einrichtung wider, das von Eltern entwickelt wurde. In gemütlicher Runde sitzen ein Dino, ein Fuchs und ein Igel unter einem Baum.

Der Baum passt, denn zu früheren Zeiten stand an der Stelle der Kita eine große Ulme. Später fiel diese dem Ulmensterben zum Opfer. Unter ihren Ästen ließ sich wunderbar entspannen, was zum Gemarkungsnamen „Ruhbäumchen“ führte. Das damals ausgewiesene Baugebiet trägt die gleiche Bezeichnung. Ein Erinnerungsstein des Heimatverein weist auf die Ursprünge hin. Die Namensgebung findet sich auch gleich in den ersten Zeilen der Kita-Chronik wieder, die die ehemalige Mitarbeiterin Beate Tscheulin zum Jubiläum verfasste. Wie es darin heißt, erließ die Bundesregierung 1992 ein Gesetz, dass für jedes Kind ab drei Jahren einen Kindergarten-Platz vorsah. „In der Folge kam die Stadt Dieburg in Zugzwang. Zum einen gründete sich eine Elterninitiative, zum anderen war der Bedarf an Plätzen genauso groß wie heute“, schreibt Tscheulin. Auf der Suche nach einem geeigneten Bauplatz kamen der damalige Pfarrer Richard Felsing, der evangelische Kirchenvorstand und die Stadt ins Gespräch. Das Grundstück, auf dem heute das Kita-Gebäude steht, gehörte zu jener Zeit der evangelischen Gemeinde und war zu Beginn für ein weiteres Gemeindehaus angedacht. Nach den Verhandlungsgesprächen änderte sich das. Es herrschte Einigkeit, dass ein Kindergarten wichtiger ist. Träger sollte die evangelische Gemeinde werden, die Stadt zu 100 Prozent finanzieren. Letztere übernahm deshalb das Grundstück im Tausch zum heutigen Pfarrhausgrundstück West. Nach kleinen Verzögerungen erfolgte im Februar 1993 der Spatenstich. Nach der Fertigstellung wurde im Juli 1993 ein Probelauf mit 20 Kindern gestartet. Nach kurzer Schließung schloss sich am 1. August 1993 der reguläre Betrieb mit 25 Kindern in drei Gruppen an. Gekocht wurde von Anfang an frisch. Neben vielen Erinnerungen blieb Beate Tscheulin die Zusammenarbeit mit Bernhard Meyer im Gedächtnis. Vor einigen Jahren löste der Professor als großer Ideengeber für kindgerechte Städte auch in Dieburg Begeisterung aus. Mit ihm sammelte die Kita „Am Ruhbäumchen“ über mehrere Wochen Vorschläge und setzte einen Teil um. Darunter waren eine Sandspielfläche als offener Raum oder ein Weidentunnel zum Verstecken. Bis heute hat die Einrichtung rund 800 Kinder fit für den Alltag und die Schule gemacht. Eine stattliche Zahl, weshalb die Chronik mit dem letzten Satz beschließt, dass auch die kommenden 25 Jahre so erfolgreich verlaufen mögen, wie es das letzte Vierteljahrhundert tat. (mj)

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