Dieburg

Dieburg als Mekka für „grüne Berufe“

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Neue Räume für den Agrarzweig an der Landrat-Gruber-Schule entstehen.

Emsig gearbeitet wird inzwischen auf der Baustelle zwischen ABC-Halle und Jugendcafé auf der Leer: In Holzbauweise errichtet der Kreis als Schulträger dort ein Gebäude für den neuen Agarzweig des Beruflichen Schulzentrums der Landrat-Gruber-Schule.

Dieburg (eha) - Dieburg wird der neue überregionale Standort für die so genannten „grünen“ Ausbildungsberufe: Florist, Landwirt und Gärtner. Rund 350 Auszubildende aus ganz Südhessen - aus Darmstadt sowie den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Odenwald, Bergstraße, Main-Taunus und Groß-Gerau - werden von ihrem jetzigen Standort, der Peter-Behrens-Schule in Darmstadt, im September an die LGS verlegt.

„Dafür wird in Dieburg mit 2,6 Millionen Euro ein neues Gebäude errichtet, das mit seinen integrierten Theorie- und Praxisräumen seinesgleichen in der Bundesrepublik suchen wird“, freut sich Schulleiter Dieter Staudt. Und er prophezeit voller Stolz: „Dieburg wird das Mekka in Deutschland für die grünen Berufe werden.“

Mit dem Umzug nach Dieburg wird gleichzeitig eine Fachoberschule Agrarwirtschaft errichtet, die inzwischen auch durch das Kultusministerium genehmigt ist. In diesem einjährigen studienqualifizierenden Bildungsgang erwerben die Schüler die „Allgemeine Fachhochschulreife“, also die Berechtigung, jedes Fach an jeder Fachhochschule studieren zu können. Und nicht nur das: Die Absolventen haben nach ihrem Abschluss auch die Zugangsberechtigung zum Studium an einer Universität, wenn diese in die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge gegliedert ist.

Die Voraussetzungen zum Eintritt in den neuen Bildungsgang Fachoberschule Agrarwirtschaft sind einerseits der Mittlere Bildungsabschluss mit bestimmten Notenvorgaben sowie andererseits eine einschlägige mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung. Falls die Noten im Zeugnis des Mittleren Bildungsabschlusses nicht ausreichen, kann das Abschlusszeugnis der Berufsschule ersatzweise herangezogen werden.

„Auch wenn die Allgemeine Fachhochschulreife vermittelt wird, so studiert doch die überwiegende Zahl der Absolventen in ihrem ursprünglichen Berufsfeld. Agraringenieur oder Landwirtschaftsarchitektin sind dafür die einschlägigen Studiengänge“, sagt der zuständige Abteilungsleiter, Studiendirektor Reinhard Witzel. Für diese Berufe bestehen seiner Meinung nach gute Anstellungsaussichten.

Mit den „grünen Berufen“, einem Berufsvorbereitungsjahr und einer Fachoberschule Agrarwirtschaft werde die LGS ein regionales Kompetenzzentrum im Berufsfeld Agrarwirtschaft, sagt Staudt.

Quelle: op-online.de

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