SPD Dieburg sammelt „Brillen ohne Grenzen“

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SPD-Landratskandidat Klaus Peter Schellhaas hat die Aktion „Brillen ohne Grenzen“ ins Leben gerufen. Beim ersten Sammeltag in Dieburg wurden 400 Stück abgegeben.

Dieburg - „Danke, liebe Dieburger“, sagt SPD-Vorsitzender Robert Mueller. „Ein Riesenerfolg, wir haben mindestens 400 Brillen gesammelt und viele Leute haben versprochen uns am 25. April nochmals welche zu bringen.“

Die SPD hatte den Infostand noch nicht einmal ausgeladen, da kamen schon die ersten Dieburger mit ihren gebrauchten Brillen: „Auf diesen Andrang waren wir gar nicht gefasst“,sagt Mueller.

Klaus Peter Schellhaas, Landratskandidat und Schirmherr der Aktion „Brillen ohne Grenzen“, meinte dazu: „Ich habe es euch ja gesagt, unterschätzt die Dieburger Bevölkerung nicht, wenn es drauf ankommt, sind die Leute da und helfen gern.“

Bei bestem Frühlingswetter kamen zahlreiche Bürger an den Infostand. „Wir hatten viele interessante Gespräche, gerade was die momentane Kommunalpolitik betrifft“,so Mueller weiter.

"Lunettes sans frontière"

Brillen ohne Grenzen heißt eine Brillen-Sammelaktion einer international tätigen französischen Organisation in Zusammenarbeit mit dem katholischen Blindenwerk e.V.

In Afrika stellt eine Brille den Gegenwert von 6-8 Monatslöhnen dar, ist also für die meisten der dort lebenden Menschen unerschwinglich. Die Kosten für die Reise zum nächsten Optiker, der oft ca. 1.000 Kilometer entfernt liegt, ist meist unbezahlbar. In Afrika kommt statistisch gesehen nur ein Facharzt für Augenheilkunde auf eine Million Menschen! Daher hat die Aktion seit 1.6.1997 über 100 000 Brillen und über 200 Hörgeräte gesammelt.

Die Sammlung von gut erhaltenen Gebrauchtbrillen und Brillenetuis geht an die international tätige französische Organisation „Lunettes sans frontières“ (Brillen ohne Grenzen). „Über die AWO Mühltal werden die Secondhand-Brillen in die Zentrale der Organisation im elsässischen Hirsingue weitergeleitet. Ehrenamtliche Helfer sind dort im Einsatz und säubern die Brillen, machen kleine Reparaturen, vermessen die optischen Eigenschaften der Gläser und stellen Hilfslieferungen nach Afrika, Asien und Südamerika zusammen“, informiert Schellhaas. Die Empfänger sind sachkundige Personen in Kliniken sowie Kranken- und Missionsstationen, von denen die weitere Verteilung an sehbehinderte Bedürftige organisiert wird. „Neue Brillen sind in Afrika ein absoluter Luxus, sie kosten dort etwa einen sechs- bis achtfachen Monatslohn“,erklärt Mueller.

Wer seine nicht mehr benötigte, gut erhaltene Gebrauchtbrille für Menschen in der Dritten Welt spenden möchte, kann sie gerne bei Mueller abgeben ( 06071/980323).

Am Samstag, 25. April, werden am SPD-Infostand auf dem Marktplatz wieder von 9.30 bis 13 Uhr Brillen in Empfang genommen.

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