„Dieburg wächst jetzt tatsächlich zusammen“

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Planen das I-Nord-Fest in vorderster Front (v. l.): Helmut Schelter, Leonardo Plate, Isabella Rödler und Paul Strücker.

Dieburg - Jede Veranstaltung ist nur so gut wie die Köpfe, die sie ersinnen. Natürlich: Die Besucher müssen mitziehen und selbstredend auch die vielen hundert Helfer, die im Falle des zweitägigen Fests mit Leistungsschau „40 Jahre Dieburg-Nord“ in die Hände spucken. Von Jens Dörr

Doch ohne saubere Planung und sinnvolle Konzeption entpuppt sich bekanntlich so manches als Schuss in den Ofen, was gut gemeint war. Der Ofenschuss ist beim anstehenden Spektakel am kommenden Wochenende aber äußerst unwahrscheinlich.

Denn in vorderster Front arrangiert ein clever-kreatives wie auch erfahrenes Quartett die Feierlichkeiten. Als da wäre - die Dame zuerst - etwa Isabella Rödler: Die 48-Jährige leitet die Geschäftsstelle des Gewerbevereins Dieburg. Der ist ein äußerst erfolgreicher Zusammenschluss mit inzwischen mehr als 200 Mitgliedsunternehmen. In den vergangenen Jahren stieg die Zahl stark an, was nicht allerorten der Fall ist. Der Dieburger Gewerbeverein ist nicht nur einer der größten in ganz Südhessen, sondern zählt auch zu den aktivsten: Ohne ihn und seine Mitglieder wäre auch das Jubiläum des Industriegebiets in dieser Größenordnung schlicht undenkbar.

Von den rund 100 Firmen, Vereinen und Gruppen - überwiegend aus Dieburg, vereinzelt auch aus dem nahen Münster - gehört ein nicht unbeträchtlicher Teil dem Gewerbeverein an. Zudem machen Unternehmen des I-Nord mit, die dort kein Mitglied sind.

Innenstadt macht mit

Noch kein Mitglied, müsste man bei einigen präzisieren: Laut Rödler haben auch die Vorbereitungen auf dieses Fest (8. und 9. September) wieder das Interesse potenzieller Neumitglieder geweckt. Die Größe des Dieburger Gewerbevereins scheint noch nicht an seiner Grenze angelangt zu sein.

Etwas anderes hebt Isabella Rödler ebenfalls positiv hervor: „Mit Blick aufs I-Nord-Fest hat es eine Unterstützung durch die restliche Stadt gegeben.“ Die Unternehmen nördlich der Bahnlinie gehen das Fest nicht alleine an: Innerstädtische Geschäfte, Sport- und Kulturvereine sowie das Rathaus und der Bauhof haben sich eingebracht. Wobei der Bauhof sein Domizil ja im gleichnamigen Gewerbegebiet westlich der Nord-Süd-Bahnlinie hat, das viele vereinfachend zum I-Nord zählen.

Gemeinsames Ziel

Das Zusammenwachsen Dieburgs nicht nur durch die Fertigstellung der Unterführung, sondern auch durch das gemeinsame Arbeiten und Feiern, stellt auch Helmut Schelter immer wieder heraus. Der Inhaber des Ateliers für Schrift und Form im Nordring ist derjenige, den die Öffentlichkeit wohl am meisten mit dem I-Nord-Fest in Verbindung bringt. Schelter versteht sich aber als Teamplayer - „ein bisschen mehr wir als ich“ lautet einer seiner Wünsche.

Wie Rödler freut sich Schelter (61), dass sich die verschiedenen Player Dieburgs auch durch das I-Nord-Fest befruchten. „Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel - und das auch noch zu moderaten Preisen“, freut sich Schelter. Mit letzterem spielt er auf die in der Tat übersichtlichen Standgebühren an, jedenfalls ins Verhältnis gesetzt mit den vielen tausend Besuchern, die an beiden Tagen erwartet werden.

„Immense Leistung des Bauhofs“

Wie Rödler und Schelter lobt auch Paul Strücker die „immense Leistung des Bauhofs“. Der 37-Jährige vertritt im Planungsteam die Sparkasse Dieburg, für die er bereits seit 1991 arbeitet. Der Vorsitzende des eingetragenen Dieburger Vereins FV Erfrischend Defensiv Dieburg ist beruflich ins Gewerbekunden-Center der Sparkasse am Standort Groß-Umstadt aufgestiegen. Vormals leitete Strücker die Dieburger Geschäftsstelle in der Frankfurter Straße. Aus dieser Zeit rühre auch her, dass er sich für das I-Nord-Fest engagiere, sagt der Dieburger.

Die ersten Regungen in Sachen Jubiläum gab es Ende 2010, im Spätsommer 2011 konstituierte sich dann das Organisationsteam. Mann der ersten Stunde war dabei auch Leonardo Plate, Prokurist von Glas Lerchenmüller. Der 43-Jährige, der einen nicht unbeträchtlichen Teil seiner Freizeit für die Planung opfert, lobt seinen Arbeitgeber: „Ohne dessen Unterstützung wäre das Engagement gar nicht möglich.“ Schließlich klingelt in Sachen „40 Jahre Dieburg-Nord“ auch während der Arbeitszeit oft genug das Telefon. Wie seine Mitstreiter an der Front hebt Plate heraus, dass im erweiterten Kreis des Koordinationsteams auch Andrea Schelter, Klaus Löbig und Gerhard Heckmann eine herausragende Rolle einnehmen.

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