Typisierungsaktion geplant

Dieburger braucht Knochenmark

Dieburg - Der Dieburger Robert Remspecher  ist an Blutkrebs erkrankt und benötigt innerhalb von vier Wochen eine Knochenmarkspende. Damit noch rechtzeitig ein Spender gefunden werden kann, unternehmen seine Angehörigen viel.

Robert Remspecher

Vor allem führen sie am Samstag, 18. August, von 11 bis 17 Uhr eine Typisierung mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) vor der Schlossgartenhalle durch. Dort findet an diesem Tag ein Handball-Turnier der Männerspielgemeinschaft (MSG) Dieburg/Groß-Zimmern statt. Remspechers Sohn Tristan spielt bei der MSG, wo die Anteilnahme an der Krebserkrankung des Spielervaters besonders groß ist. „Die Entnahme der benötigten Speichelprobe dauert nur wenige Sekunden und kann Roberts Leben retten“, sagt sein Sohn. Die Typisierung über eine Speichelprobe ist kostenlos und mit keinem nennenswerten Aufwand verbunden. Der Eintritt zum Turnier ist für jedermann frei.

Tristan Remspechers Appell: „Bitte unterstützt uns, teilt es auch euren Verwandten und Freunden mit und lotst sie am 18. August zahlreich zur Schlossgartenhalle!“. Je mehr Menschen sich typisieren ließen, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spender für seinen Vater – oder später auch für einen anderen Betroffenen – in die Datei wandere.

Mit einer Stammzellspende Leben retten

Um sich als Spender zu registrieren, muss man zunächst eine Gewebeprobe ins Labor schicken. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Im Labor werden die Gewebeproben der potenziellen Spender analysiert. Die Merkmale werden in einer Datenbank gespeichert. Foto: DKMS/dpa-tmn
Passen die eigenen Stammzellen zu denen eines Patienten, der eine Spende benötigt, werden die Stammzellen meist wie bei dieser Spenderin über das Blut entnommen. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Bevor ein Spender für die eigentliche Spende in die Praxis kommt, muss er sich fünf Tage lang zwei Mal täglich selbst ein Medikament spritzen. Es regt die Bildung von Blutstammzellen an. Foto: Henning Kaiser/dpa-tmn
Mit einer Stammzellspende Leben retten

Als potenzielle Stammzellen-Spender kommen für die DKMS dann alle Personen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren in Frage, die keine Vorerkrankungen des blutbildenden Systems oder andere gesundheitliche Probleme wie Krebs oder Atemwegserkrankungen haben. (jd)

Rubriklistenbild: © dpa

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