Goetheschüler präsentieren Ergebnisse ihrer Projektwochen

Vom Inkareich bis zum Weltladen

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Auf den Spuren des Urpferdchens wandelten die Zeitdetektive der Goetheschule. Am Tag der offenen Tür präsentierten die Schüler die Resultate ihrer Projektwoche.

Dieburg - Wo sonst an Wochenenden höchstens das Reinigungspersonal ein paar Klassenräume schrubbt, herrschte Trubel in allen Zimmern: Am Samstag öffnete die Goetheschule ihre Türen für künftige Schülerscharen. Von Ursula Friedrich 

Um einen umfassenden Eindruck zu vermitteln, präsentierten Kinder und Jugendliche der Integrierten Gesamtschule die Ergebnisse ihrer Projektwoche. Vom Inkareich ins Mittelalter, zurück zu den ersten Säugetieren bis in Goethes Weltladen und eine süße Marmeladenküche ließ sich am Samstag im Zeitraffer reisen. Möglich machte dies der Tag der offenen Tür an der Goetheschule. Um den neuen Fünftklässlern der Gesamtschule ein möglichst buntes Bild der Schule zu zeigen, präsentierten die Goetheschüler die Ergebnisse ihrer Projektwoche.

Fünf Tage lang waren sie sportlich oder kreativ, wandelten als Zeitdetektive auf den Spuren vergangener Kulturen, Tiere und Pflanzen, lernten jenseits des Klassenverbands mit allen Sinnen. Knapp 40 Projekte wurden angeboten und die Schülerschaft aller Schulformen zu diesem Zweck ordentlich durchmischt. Entsprechend vielfältig waren die Resultate, von der Schülerzeitung bis zur Tanzvorführung und Bienenwachs-Thymian-Salben gegen Pickel. Unbeirrt vom vielen Trubel versuchten Lehrer, Eltern und Kindern bei einer Führung durch die Gebäude ein möglichst umfangreiches Bild der Schulgemeinde und des Goethe-Profils zu vermitteln. „Im neuen Schuljahr sind wir vermutlich sechszügig“, sagte Jochen Ploner, kommissarischer Leiter des Gymnasialzweig. Die sechs Züge bestehen dann aus vier Gymnasialklassen sowie zwei Klassen in der Aufbaustufe. Schüler aus Dieburg und Umgebung bis nach Roßdorf, Eppertshausen und Bayern zieht es an die Goetheschule.

Derzeit lernen hier etwa 935 Schüler, seit einigen Jahren werden Intensivklassen angeboten. 75 Lehrer zählt das Kollegium. Dessen Gymnasialpädagogen unterrichten seit diesem Schuljahr wieder nach dem Stundenplan der längeren Gymnasialzeit – die Schule ist wie viele andere hessenweit zu G9 zurückgekehrt. G9 ist also kein Alleinstellungsmerkmal, dafür jedoch die gute Schulsozialarbeit mit eineinhalb Stellen. (Ploner: „Das hat den Schulalltag sichtlich entlastet.“). Die Schule bietet das Streitschlichterprogramm ab der 7. Klasse, die Arbeit mit Schülern, die eine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben, oder die bewegte Pause mit Spielgeräteausleihe. Soziales Lernen und Mobbing-Projekttage mit Schulsozialarbeiterin Petra Schmidt, Suchtprävention und Schulsanitätsdienst, bilinguales Lernen und Geschichtsprojekte, Berufsorientierung und Ausbildungsbörse sind weitere Stichpunkte im Angebot der Schule. Und freilich hat sich die Schule eine Weisheit ihres berühmten Namensgebers auf die Fahne geschrieben: „Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten“, wusste schon Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe.

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