Nachfolger für Geschäfte gefunden

Zentrum: Viele Leerstände bald beseitigt

+
Dieburger Einzelhandel: In der Innenstadt halten mehrere neue Geschäfte Einzug. Direkt am Fastnachtsbrunnen ist die Stylefabrik 43 eingezogen. Bald verschwinden in der Innenstadt weitere Leerstände.

Dieburg - Frohe Kunde für die Einkaufsstadt Dieburg: Im Zentrum wird bald ein Großteil der derzeitigen Leerstände passé sein. Für mehrere Immobilien, in denen in den vergangenen Monaten Geschäfte schlossen, stehen Nachfolger in den Startlöchern. Von Jens Dörr 

Das teilten für den Gewerbeverein Vorsitzender Erich Kleene und Geschäftsführerin Isabella Rödler bei einem Pressegespräch mit.

Lesen Sie auch:

Bagger als Attraktion

Zuckerstraße wird zur Großbaustelle

Bauarbeiten erst im Jahr 2014

Vor allem im Herzen der Fußgängerzone gibt es derzeit noch einige – ungewohnte – leere Schaufenster. Das erste ist indes schon wieder mit Auslagen gefüllt: Wo das Ehepaar Zörgiebel viele Jahre lang eine Street-One-Filiale betrieben hatte, ist wieder Leben eingekehrt. Direkt am Fastnachtsbrunnen bietet die Stylefabrik 43 Mode und Accessoires an. Gegenüber war lange Zeit das Kaufhaus Dornheim zu finden, dann das „Unikat“ des Vereins für Behindertenhilfe. Im Zuge der Konzentrierung aufs Kerngeschäft gab der Verein den Laden auf. Dort wird ab Herbst ein neuer Händler um die Gunst der Kundschaft buhlen: Rödler kündigte an, voraussichtlich am 15. Oktober eröffne dort ein Geschäft für Babymode.

Wer zwischen diesem Geschäft und der gegenüber liegenden Metzgerei Heil/Kunkel durchgeht, steht aktuell noch vor der ungenutzten Immobilie, in der einst die Drogerie Schlecker zuhause war. Dort wird wohl noch in diesem Jahr die Stadtbücherei einziehen (wir berichteten) und den Plänen zufolge das links daneben liegende, ebenfalls leerstehende Geschäft einbeziehen. Dort war früher unter anderem ein Dönerladen zu finden. Auf einen genauen Zeitpunkt, wann der Umzug von der Goethestraße in die Innenstadt vollzogen und beendet sein werde, will sich Bürgermeister Dr. Werner Thomas momentan nicht ganz festlegen: „Die Bücherei zieht voraussichtlich dann um, wenn die Bauarbeiten in der Zuckerstraße abgeschlossen sind.“

Nachfolger für „Kinderkiste“ steht fest

Noch bis Fastnacht bediente das Team der „Kinderkiste“ am Marktplatz seine Kunden. Auch hier steht Rödler zufolge ein Nachfolger fest: Das Haus sei verkauft und einem neuen Händler schon wieder vermietet worden. Was er genau feilbieten und wann genau er eröffnen werde, sei aber noch nicht bekannt.

Bleibt - neben vereinzelten Leerständen in der Steinstraße, wo etwa das „Midnight“ seine Wiedereröffnungsankündigung nicht in die Tat umsetzte und die Ladenfläche des einstigen Imbiss’ nun zur Vermietung steht - vor allem noch der Wiederaufbau des Steinmetz-Hauses in der Zuckerstraße. Unter anderem die Stellplatzsatzung der Stadt bremst den Investor momentan aus. Kleene betonte, er möchte „davor warnen, Restriktionen zu schaffen, die die Entwicklung der Innenstadt erschweren“. Auch das Zentrum sei „einem Wandel unterworfen“. Dem Gewerbe sei allerdings auch klar, dass Regelungen stets allgemeinverbindlich gelten müssten.

Bürgermeister Thomas schloss in dem Zusammenhang eine „Lex Kiras“ – in Anlehnung an den Steinmetz-Spitznamen – aus. Die Interessen des Gewerbes und die städtischen Satzungen müssten aber nicht unbedingt im Widerspruch zueinander stehen. Die Stadtverordnetenversammlung hat inzwischen Magistrat und Verwaltung damit beauftragt, eine überarbeitete Stellplatzsatzung zur Abstimmung vorzulegen (ausführlicher Bericht dazu folgt Samstag).

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare