Ausstellung im Badischen Landesmuseum

Dieburger Mithrasstein geht auf Reisen

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Nach gut 30 Jahren verlässt der Mithrasstein wieder einmal seine Heimat Dieburg.

Dieburg - Morgen, am Freitag, 25. Oktober, geht der Dieburger Mithrasstein auf Wanderschaft - nach Baden. Eine Kunstspedition wird ihn gegen 11 Uhr abholen.

In der Zeit zwischen 16. November und 18. Mai 2014 wird er dann im Badischen Landesmuseum in Karlsruhe in der archäologischen Sonderausstellung „Isis - Mithras - Christentum. Orientalische Kulte im Römischen Reich“ zu sehen sein.

Der Mithraskult war eine ausschließlich Männern vorbehaltene Mysterienreligion im Imperium Romanum. Aus Dieburg gibt es Hinweise auf zwei Kultstätten, wobei das 1926 entdeckte Mithräum mit seinem weltberühmten Mithrasstein und zahlreichen weiteren Steindenkmälern das Kernstück von Museum Schloss Fechenbach bildet.

Namenhafte Wissenschaftler betreuen das Projekt

Inhalt der badischen Sonderausstellung ist der aktuelle wissenschaftliche Forschungsstand über die orientalischen Gottheiten sowie deren religiöse Vorstellungen und die Beziehung des frühen Christentums zu diesen Mysterienkulten. Das Projekt wird von namhaften Wissenschaftlern betreut.

Das Besondere dieser Ausstellung ist, dass sie die einmalige Chance bietet, sämtliche der großen bedeutenden Kultbilder des Mithras gemeinsam besichtigen zu können. Die Kultbilder aus Nidda-Heddernheim I, Heidelberg-Neuenheim und Osterburken werden in der Ausstellung zu sehen sein. Bedeutende Leihgaben aus den Kapitolinischen Museen, den Nationalmuseen und den Vatikanischen Museen in Rom sowie des Nationalmuseums in Neapel werden in dieser Ausstellung ebenfalls gezeigt.

Der Dieburger Mithras-stein wurde zuletzt 1983/84 im Liebighaus Frankfurt im Rahmen der bedeutenden Ausstellung „Spätantike und frühes Christentum“ als Leihgabe gezeigt. Seitdem wurde eine Ausleihe abgelehnt, um das Haus nicht seines Hauptausstellungsstückes zu berauben.

Die Präsentation in Karlsruhe ermöglicht es, auch den Bekanntheitsgrad des Museums Schloss Fechenbach zu erhöhen.

eha

Quelle: op-online.de

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